Klaus Reisepage
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Bekleidung

Ich möchte hier meine persönlichen Erfahrungen und Gedanken über Bekleidung loswerden.

 

Die spiegeln natürlich nur meine Meinung wieder, und jeder andere Fahrer wird das möglicherweise anders sehen, aber ich fahre ja schon lange, und auch viel, und daher ist mir Funktion sehr wichtig.

 

Und weil ich noch mit Leder angefangen habe, bin ich manchmal etwas "Oldschool"

Ich bin irgendwann auf Textilkleidung gekommen und habe nagefangen, den Komfort beim Tragen zu genießen.

 

JACKEN / HOSEN 

 

Meine ersten Textiljacken hatte ich über 10 Jahre.

irgendwann mußte dann was Neues her und ich fing an, mir mehr Gedanken zu machen.

 

Meine Wusch wäre eine eierlegende Wollmilchsau.

Eine jacke, die ich Sommer und Winter tragen kann ( natürlich im Winter mit mehr Schichten darunter ) und wo ich keine extra Regensachen benötige.

Und die ich auch bei 40° fahren kann und nur die Lüftung öffne.

 

Klim hat sowas in der Art aber ich bin nicht bereit, das ich fast 2000 Euro für Motorradkleidung ausgebe.

 

Von daher fing ich an zu suchen.

 

Generell bin ich ja der Fan des Zwiebelschalenprinzips.

Funktioniert super, aber ich will für diverse Reisen so wenig wie möglich dafür einpacken müßen.

 

Also zB die Touratech Companero jacke finde ich gut, doch stört moich ( wie bei vielen anderen Modellen ) das ich da eine nicht zu kleine Regenjacke und Hose mitnehmen muß.

 

Das mögen nun Einige belächeln und denken "Ist ja nicht viel " doch sehe ich das anders.

Wenn ich meine Fernreise mache, oder kit meiner Frau auf Urlaub fahre, dann muß ich genau überlegen, was nehme ich mit, und da ist Platz kostbar.

 

Für mich habe ich folgenden Kompromoss gefunden:

( natürlich nach viel probieren )

 

Als Jacke hatte ich 2015 eine Richa Jacke, die eigentlich super war, und auch in Kasachstan und Usbekistan bei über 40° während des Fahrens echt OK war ( im Stehen schwitzt man natürlich, aber das tut man auch ohne Jacke )

 

Die Lüftungsschlitze waren genial.

 

Die Richa Jacke habe ich immer noch, sie ist super, hat nur einen Nachteil, das die Größen sehr komisch geschnitten sind, fahre ich normal eine 60er Größe so brauche ich bei Richa eine 5XL, und das frustriert mich ( ich hab normal XXL ).

 

Seit 2016 habe ich noch eine Touareg Jacke von Hein Gericke, die meine neue Lieblingsjacke wurde.

Ausnamsweise mal was Helles statt lebenbejahendem Schwarz, das hat auch mal was.

Ebenso wie die taschen, die hier überall ausreichend vorhanden sind und sehr durchdacht.

Auch die verstellbare Halsweite finde ich extrem gut.

 

Als Regenkleidung dazu hab ich eine Kombination on Regenhose und Jacke von Alpinstars in neongelb.

 

Die ist nicht nur extrem klein im Packmaß, sondern mit dem Gelb im Regen auch gut sichtbar.

ich bin kein Fan von Warnwesten am Tag, aber bei Regen finde ich das sehr gut.

 

Auch das hat sich so super bewährt, denn mit der Hose kann ich auch mit meinen Stiefeln schnell rein.

 

STIEFEL / SCHUHE:

 

Für normale Ausfahrten in der Gegend oder in dei Arbeit fahre ich entweder mit festen und wasserdichten ( ok, jetzt nicht mehr ganz ) Meinl Schuhen oder mit festen Arbeitsschuhen .

 

Alles Andere wird von mir mit Stiefeln abgedeckt.

 

Für meine erste Mongolei Tour hab ich mir reine Motocrossstiefel besorgt.

Mir war der Schutz wichtig, und das war gut, denn mich hat es zweimal gelegt und beide Male mit dem Fuss unter den Koffern ( geht im Sand echt schnell )

Also haben sich die Stiefel da bewährt.

Ohne diese festen Stiefel wäre vermutlich meine Tour nicht zu Ende gegangen, zumindest nicht so wie ich wollte.

 

Diese Motocross Stiefel sind aber so gar nicht wasserdicht, worauf mir klar wurde, meine nächsten Stiefel müßen das können.

 

Und es ist gar nicht so leicht, gute Stiefel zu finden, die meinen Ansprüchen genügen und wasserdicht sind.

Und hier kamen die Forma Terra ins Spiel, ein sehr bequemer und guter Stiefel, der für mich einen guten Kompromiss aus Schutz und Bequem darstellt.

 

Und wasserdicht sind die auch, das haben sie auf der Rückreise in Russland an vielen Tagen täglich über mehrere Hundert KM bewiesen.

 

HELM:

 

Irgendwann mal träumte ich von einem Klapphelm.

Die hatten zwar dieses "Altherren" Image, war mir aber egal.

 

Mir war ein Klapphelm wichtig, aus mehr Gründen, einfach mal schnell aufmachen wenn man wo steht, und auf meinen Reisen kann ich fremden Menschen schnell mein Gesicht zeigen, und das wirkt freundlich, speziell wenn man die Menschen fotografieren will oder wenn man nach etwas frägt. So nimmt man Ihnen die "Abschreckung" als Fremder ...

Und die Sonnenblende ist mir sehr wichtig, da ich lichtempfindlich bin, und nicht immer mit Sonnenbrillen herumtun wollte, das nervte mich auf Dauer.

 

So wurde es ein Schuberth C3

Ich war Anfangs länger damit begeistert, diese Begeisterung ist aber geschwunden.

Der Helm war zwar eine "Spezial Edition" eines Motorradhauses, doch gehe ich davon aus, das die Grundqualität auch gleich ist, wenn nicht anders angegeben, und da war nichts angegeben, das da was schlechter wäre.

 

Nach relativ kurzer Zeit ( genau genommen meiner ersten Reise in die Mongolei ) war das Visier schon sehr undicht, bei starkem Regen ( und davon hatte ich in Sibirien genug ) spritzte das Wasser ziemlich herum im Helm.

Ich hab das dann reklamiert und der Service von Schuberth war sehr gut, hat mir das ohne Berechnung auch gelöst, neues Visier und neuer Mechanismus.

Und das mit den Problemen war weg.

 

Nach 3 Jahren und über 100.000km war aber wieder ein Problem beim helm, einmal hochgeklappt hielt der nicht mehr in der oberen Position und klappte bei der kleinsten Bewegung herunter.

Das war so unbrauchbar, ich schrieb Schuberth an und bekam die Info, ist ein normales Problem, der Kinnteil ist ein Verschleißteil, das ist eine Ausnehmung für die Rasterung und die ist irgendwann mal ausgewerkelt und dann gehört das erneuert, einfach vom Händler einschicken lassen.

 

Nun, ich dachte ist ja einfach, also mach ich das.

Zu dem Händler gegangen der diese "Limited Edition" von Schuberth vertrieb mit der Bitte den einzuschicken.

 

Und was dann kam hat mich etwas verärgert.

Erste Meldung des verkäufers "Was wollens denn mit dem helm, der ist eh schon hinüber, das macht Schuberth nicht mehr " 

Ich so: Ähm, ich hab mit Schuberth gemailt, die meinen kein Problem...

 

Er so: Blödsinn, der Helm ist alt, der ist hinüber, da wird sich Schuberth weigern... Und so weiter.....

Das der Helm gerade mal 3 jahre alt ist wurde nur kommentiert, das hier das Alter egal sei...

 

Und jetzt stelle man sich mal vor, man kauft einen Helm der ja nicht gerade wenig kostet um genau diese Probleme nicht zu haben !!!

Also war ich echt verärgert, und hab mich mti mail bei Schuberth und der zentrale des geschäftes beschwert.

 

Aus der Zentrale kam nur, das der Mitarbeiter ja nur "beraten" hatte und man mir einen neuen Schuberth Helm etwas günstiger anbiete, die seien in Aktion um 379 Euro....

Und von Schuberth kam auf meine Frage, ob es stimmt das der Helm nach 3 Jahren Schrott sei, nur die Meldung, das man Aussagen von Verkäufern nicht kommentiert......

Also keine Info, das ein Helm nach 3 Jahren noch prinzipiell OK sein sollte....

 

Nun, ich hab den Helm dann über einen anderen Händler eingeschickt, und Schuberth hat das Kinnteil gewechselt, und das auch gratis ( nehme an wegen dem Ärger, die wussten von der Seriennummer sicher, das ich das war )

 

Und ich war glücklich, hab mich über den Helm wieder gefreut und das Kinnteil hat wieder aufgeklappt gehalten.

Aber die Freude dauerte nicht lange, denn nach knapp über 2 Monaten war alles wieder wie vorher, und das Kinnteil klappt wieder von selbst zu, wenn man nur die Augen bewegt.

Hätte ich für den Service zahlen müßen, ich hätte sicher einen Ausraster gehabt.

Aber so halt nur anhaltender Frust.

 

Mich hätte ja der neue E1 sehr fasziniert, eine zusätzlicher Sonnenschirm ist genau das, was mir noch fehlt zum perfekten Helmglück.

Aber 6-700 Euro für diese Qualität, sicher nie wieder.

 

Inzwischen hab ich aber einge Helme gesehen, die das auch können und wohl diesen Winter auf den Markt kommen.

 

Ich werde nich kurz warten und dann berichten was es wurde.

Schuberth aber sicher nicht mehr.

 

FUNKTIONSWÄSCHE:

Bin ich all die Jahre "Oldschool" mit den Baumwoll Tshirts mit Flüssigkeitskühlung :-) gefahren, so hab ich irgendwann man ein Funktionsshirt versucht.

Wow, ein völlig neues Erlebnis.

Zwischenzeitlichnhab ich meine Frau auch dazu überredet, das dies bei Reisen in heisse Gegenden toll ist.

Sie hat mir das am Anfang nicht abgenommen, noch dazu wo Ich Ihr langarm "verordnete" und sie hat sich in Ihre (Jacken)Tasche noch ein normales Tshirt gepackt. damit sie schnell wechseln kann.

Aber nach dem ersten Tag hat sie das schon lieben gelernt.

 

 Ich bin auch überzeugt, stinkt nicht so schnell, über Nacht auslüften und gut, wenn man es wäscht ist es sofort trocken, und transportiert den Schweiss weg.
Und die Jacke klebt nicht am Körper.

Auch hier hat sich das von Griechenland bis Usbekistan bewährt.

 

 

Langarmshirt ist von Sixs und das Kurzarm von Held

 

SOCKEN:

 

Ich hab mir 2 verschiedene Arten von Socken zugelegt.

Wasserdichte Socken von Hadland.

Verwende ich dann, wenn ich viel im Regen fahre, damit ich auch trocken bin, wenn es nach 500km doch von irgendwo reindrücken sollte, sei es von oben oder den Nähten.

( Speziell früher wichtig bei normalen Schuhen )

 

Und dann noch geruchshemmende Socken von Touratech mit Silberfäden.

Ich habe normal keine Schweissfüsse, aber wenn man wochenlang täglich in den Stiefeln steckt, dann muß man was machen.

Und wenn man dann noch Wasserdurchfahrten hat, wo es schon oben reinrinnt, dann ist Gefahr im Verzug.

Mit den beiden Socken bin ich unterwegs gut bedient

 

TRINKEN:

 

Bin ich ja der Fan davon, am Abend nach der Fahrt ein kühles Bier zu genießen ( sofern es in den Ländern möglich ist ) so ist mir genug Wasser unter Tag sehr wichtig.

 

Daher habe ich einen Camelbag Trinkrucksack.

Inhalt bis 3 Liter Wasser und ein Schlauch, der lange genug ist, damit ich auch beim Fahren jederzeit trinken kann.

Das ist mir deswegen wichtig, weil ich nur mit Wasserflachen in heissen Gegenden immer zu wenig trinke.

Ich vergesse einfach, oft genug stehen zu bleiben und Flüssigkeit zu trinken.

Und mit dem Camelbag passt das für mich.

Dann muß ich nur mehr stehenbleiben, wenn ich mehr trinke als ich schwitze :-)

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© Klaus Hübner