Klaus Reisepage
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Albanien Schottertour 2016

KWK on "Matsch Fun Tour" 

 

 

 

Karim mit CRF250, Wolf mit CCM450 und Klaus ( ich ) mit KTM690 wollten uns in Igoumenitsa treffen um durch Albanien auf Schotterpassagen ein paar nette Wege zu fahren.

 

Wolf fuhr schon mal vor nach Triest, wo unsere Fähre abgeht, und ich kam Dienstag nach.

Karim ist von Bari nach Griechenland gekommen und sollte eigentlich 2 Stunden nach uns eintreffen,  aber irgendwas ist immer.

 

In unserem Fall die Fähre, Treffen von Wolf und mir um ca 20 Uhr, weil man da boarden kann. Wird aber nichts, da man erst nach 23 Uhr boarden kann.

Dann heißt es, die Fähre kommt nach 5 Uhr ( sollte um 4 Uhr schon fahren ), und dann kommt die Meldung, die Fähre wird erst nach 8 fahren.

 

Was soll es, wir haben die Nacht ( teilweise ) schlafend neben unseren Motorrädern am Asphalt verbracht.

 

Bei der Einfahrt zur Fähre wurden wir noch von eifrigen Securities durchleuchtet ( unser Gepäck ) die ja für Sicherheit sorgen mußten.

Ich hab da eher den Verdacht, das die lieber Motorradfahrer nehmen ( weil sie alle Mopedfahrer rauszogen ) , da diese leichter zu kontrollieren sind, und da sie alle Kontrollierenden in eine Liste eintrugen, ging das schneller als wenn sie die Autos alle abladen lassen. Da fühlt man sich ja gleich sicher !!

 

Mit 4 Stunden Verspätung ging es los.

Auf der Fähre selbst war alles unspektakulär, da wir über 30 Stunden unterwegs waren, verbrachten wir die Zeit mit Essen, Bier trinken und schlafen...

 

In Igoumenitsa wartete bereits  Karim und nach einem kurzen Frühstück mit Kaffee und Kuchen ging es los.

 

Geplant war für den ersten Tag eine „leichte „ Anfangstour über das „Blue eye“ ( eine Quelle mit blauem Wasser ) und dann ca 60km Schotter.

 

Zu unserem Glück waren es nur 30 km Schotter, denn die Strecke ging schon mal wild los.

Starke Steigungen und Kehren darin, sehr felsiger Untergrund und Flussdurchfahrten.

Dabei ging es auch steil abwärts und es kamen auch Autos auf der Strasse entgegen.

 

Ebenso war ein Gewitter im Anmarsch, was uns dann auch  noch erwischte.

 

Das Navi wollte uns über Brücken routen, die noch gar nicht fertig waren.

Also ab durch den Fluss. Dafür mußten aber vorher die Albaner mit einem Bagger den Weg frei machen, da die Unwetter davor alles verlegt hatten und wir da nie durchgekommen wären.

 

Kurz kam da eine leichte Verzweiflung auf, denn ein Weg führte durch den ( zu dem Zeitpunkt nicht passierbarem Fluss ), ein Weg in die Berge ins Nirwana, und ein Weg ging steil  weg nach Berat und hätte uns kurz vor Einbruch der Dunkelheit noch ewig in die Botanik geschickt.... keine schöne Vorstellung.

 

Aber gottseidank erbarmten sich die Albanischen Bauarbeiter und machten den Weg frei.

 

Da mir der Sprit ausgegangen war , mußten wir auch noch Karims Moped umdrehen um an Benzin für mich zu kommen ( neun, wir hatten keinen Schlauch mit )

 

Irgendwann waren wir durch, schafften es nach Polican und fanden sogar ein Quartier.

3 Bettzimmer in der Villa Lisi.

 

Das Bier an dem Tag und das herrliche Essen hatten wir uns echt verdient.

Wir waren auf jeden Fall stolz auf uns, das wir das mal zum „Aufwärmen“ geschafft hatten.

 

 

Tag 2 in Albanien.

Polican bis Gramsch.

 

Heute sollte der für mich schwerste Tag werden, was sich in der Früh so nicht abzeichnete.

 

Es war ein sonniger tag, und wir wollten über den Tomori auf Schotterwegen Richtung Elbasan fahren.

Die letzten 40 km auf ( vermutlich ) Asphalt.

Gesamt um die 100 – 120km

 

Es ging gut los, der Weg Richtung Tomori war zwar steil und teilweise felsig, aber sehr gut zu fahren und wir freuten uns nach der Tour am Vortag.

 

An der Abzweigung zur Stichstrasse auf den Tomori, wo ein bei den Albanern wichtiges religiöses Heiligtum steht pausieren wir kurz.

Wolf hatte da wohl die Zündung an gelassen oder die Batterie hatte was, genaueres wussten wir da noch nicht.

Auf jeden Fall war die Batterie leer. Und anschieben ging hier einfach nicht.

 

Niemand der Anwesenden hatte Starterkabeln, Karim hatte vorher eine Halle in den Bergen gesehen, wo er fragen wollte.

Ich sagte noch, Starterkabel wären super, ansonsten Stromkabel oder im Notfall Antennenkabel, einfach irgendwas.

Er kam mit Antennenkabel zurück und ich bastelte schnell was um Wolfs Moped starten zu können.

 

Als das alles wieder ging beschlossen wir, die Stichstrasse zum Tomori auszulassen, weil die Gefahr bestand, das die Batterie was hat und wir da nicht rumhängen wollten.

 

Also weiter auf der Strecke.

In einem kleinen Dorf mal kurz Rast gemacht.

Die Einheimischen sehr nett, Einer sprach gut Englisch und erklärte uns, das die Strasse wohl wegen der Regenfälle die tage davor sehr selektiv sei.

Autos würden da wohl nicht durchkommen, aber mit einem Blick auf unsere Motorräder sagte er, damit geht es.

Und wir sollten durch das Flussbett fahren, 30km bis Gramsch, nicht die Strasse nehmen.

 

Wir dachten uns da noch nicht großartig was dabei und sind dann mal los.

 

Durch die wirklich schöne Landschaft bergab bis zum Flussbett gefahren und wollten das in Angriff nehmen.

Aber nach wenigen hundert Metern war klar, wir müßen umdrehen, das ist so verschlammt, da kommen wir nicht durch.

 

Also die Strasse nehmen, auch wenn das einen ordentlichen Umweg darstellt.

 

Und die Strasse hatte es in sich, die ging mal immer bergauf, und das durch gespurten Schlamm, über sehr steile felsige Passagen und wieder Schlamm.

Zwischendurch über vermurte Stellen, wo man drübermußte.

 

An ein schnelles oder zügiges Vorwärtskommen war nicht zu denken.

 

Wir steckten oft im Matsch fest und es ging nichts weiter.

Irgendwann kamen wir langsam Richtung “Passhöhe

Es war schon gegen 18 Uhr und es war einfach nicht abzuschätzen, wann ein Dorf kommt oder wie lange wir fahren.

In meinem geistigen Auge sah ich uns schon am Berg übernachten und dachte schon an Lösungen wie man eine Unterkunft bastelt.

Ging aber wohl nicht nur mir so.

Die fortgeschrittene Stunde und das nicht weiterkommen hat schon etwas an den Nerven gezehrt.

 

Zwischendurch kam uns sogar einmal ein Geländewagen entgegen. Damit wussten wir, das hier nicht oft wer fährt ( Wie auch auf dem Weg )

 

Naja, irgendwann schafften wir es auf die andere Seite des Berges und freuten uns das es bergab ging.

 

Aber auch hier war es sowas von schlammig, das wir kaum vorwärts kamen.

Einmal sahen wir in einiger Entfernung ein Dorf und überlegten, ob wir da fragen sollten ob es Zimmer oder einen Kuhstall gibt, wo man sich hinlegen kann ( ein Dorf in den albanischen Bergen hat so 2-4 Häuser )

 

Allerdings sahen wir in der Ferne, das die Strasse wohl flacher und steiniger wurde und wir nahmen alle unseren Mut zusammen und hofften auf Besserung und wollten ins Tal.

 

Zu dem Zeitpunkt war aber schon klar, das wir da auf jeden Fall in die Dunkelheit kommen.

 

Aber Egal, die Strasse wurde wirklich besser und wir sahen auch auf einmal ins Tal 700 Meter unter uns und eine Ortschaft.

Ab da kam wieder Hochstimmung auf, wir wussten, das schaffen wir.

 

Und es war auch so, die Strasse war “gut, wir kamen voran, auch wenn bei einigen Brücken Löcher in der Fahrspur waren ( ganz normal dort, muss man halt aufpassen ) und landeten schließlich in der Ortschaft.

Es gab hier zwar kein Hotel, aber die Info, das es 40km auf Asphalt bis Gramsch ginge, und dort Hotels wären.

 

Wir waren glücklich, und traten im Dunklen die Fahrt nach Gramsch an, Karim voll motoviert voran, der im Dunklen nur immer wieder Gegenständen auf der Fahrbahn eusweichen musste, darunter auch einer großen Schildkröte.

 

In Gramsch ein super Hotel gefunden, schöne Einzelzimmer.

Und gemeinsam glücklich beim Abendessen .

Mit ein paar Bier und einem kleinem Glas Raki den Tag nochmal Revue passieren lassen und wir waren froh, das alles so gut ausging.

 

 

 

Wir hatten es geschafft, waren froh, glücklich, und vor Allem auch sehr stolz das gemeistert zu haben.

 

Und wir hatten auch schon festgestellt, das wir als Team super zusammenpassen und sowas auch gut zusammenschweißt.

 

 

 

Tag 3

Gramsch bis Ohrid See.

 

Wir hatten es ja am Abend schon kurz angesprochen, doch beim Frühstück machten wir Nägel mit Köpfen.

Heute sollte ein „Schontag“ werden.

Wir waren alle etwas geschlaucht vom Vortag und es konnte nicht schaden, die Batterien wieder aufzuladen.

 

Also der Plan, zuerst nach Elbasan, von dort zum Ohrid See, da kannte ich ein nettes Hotel und dann mal einen Tag relaxen und wieder Energie schöpfen.

 

Die Fahrt war ca 130km, und auf schönen und kurvigen Asphaltstrassen.

Ich konnte mich langsam an die 690er gewöhnen und auf einmal machte es auf Asphalt auch Spaß in den Kurven.

Wir kamen schon am frühen Nachmittag am Ohrid See an und belegten gleich mal einen Platz unter dem Sonnenschirm am Strand vom Hotel.

Kleine Snacks zwischendurch ließen den Nachmittag gemütlich auslaufen,

 

Zwischendurch war auch kleiner Service angesagt, der Schlamm mußte von den Kühlern runtergewaschen werden, da man schon merkte, das die Kühlung schlechter funktionierte wenn der Kühler mit Dreck zugekleistert ist.

 

 

Und Abends gab es Fisch nach Art des Hauses ( oder der Gegend ) aus der Pfanne mit Zwiebel und Bier.

Karim hatte sich inzwischen schon gut an den Albanischen Raki gewöhnt ( der angeblich Pflaumenschnaps war ) , wir nannten den manchmal Liebevoll „Abbeizer“ oder auch „Lackverdünnung“

Aber mit Bier nachspülen ging eigentlich immer.

 

Wolf wollte am nächsten Tag seine „Tour 3 und Tour 4 „ kombinieren, Karim und ich waren aber eher schaumgebremst und wollten nicht sofort wieder eine so üble Piste als Wiedereinstieg haben. Unsere Hände und Schultern waren noch gut zu spüren.

 

So kamen wir dann überein, am nächsten Tag über Asphalt nach Shkoder zu fahren und dann am Nachmittag die Teth Runde bis Teth anzugehen.

 

Einschlafen war an dem Tag nicht sofort möglich, weil eine Bulgarische Großfamilie im Hotel Geburtstag feierte, dazu gab es Lamm vom Spieß und laute Musik und Tanz.

Sogar die Kellner und der Hotelbesitzer tanzten nach kurzer Zeit mit.

 

Tag 4:

 

Ohrid See bis Teth

 

Morgends ging es bald los, wir hatten doch über 300 km vor uns, und davon dann auch die Strecke nach Teth.

 

Es ging zuerst die Strecke zurück über Elbasan, dann Richtung Tirana und da durch.

Stressiger Stadtverkehr, aber das isst halt so.

Wir sagten kurz, wenn wir einen Schachtelwirt sehen, dann bleiben wir stehen auf Pause, aber da war nirgendwo ein Schachtelwirt.

 

Nach Tirana dann die Landstrasse Richtung Shkoder, und es ging über einen Bergpass, den wir so nicht erwartet hätten.

Traumhafte Landschaft durch die Berge.

 

Dann endlich ein Pausenstopp.

Ich hab mir Cola und ein Wasser bestellt, und hab versucht, Wasser auf Englisch zu erklären ( water )

Der Kellner hat komisch geschaut und mir dann einen Vodka gebracht.

Danke nein, das war nix, auch wenn ich vermutlich lockerer gefahren wäre.

 

Inzwischen treffen wir immer mehr Motorradfahrer, merken jedoch alle, das speziell einige BMW Fahrer das Grüßen schon mal gar nicht gelernt hatten, die ignorieren uns auch, wir sind da wohl mit unseren keinen Mopeds nicht gut genug.

 

Wir kommen so gegen 14 Uhr am Einstieg zur Strasse nach Teth an, die Strecke von Süd nach Nord liegt im Plan.

Und Übernachtung  in Teth bei Jimmy, den wir vor 2 Jahren bei unserer ersten Albanientour kennengelernt hatten.

Jimmy hat uns damals die „Pannenhilfe“ organisiert.

 

Die Strasse geht gleich mal steinig und steil los, aber mit den leichten Enduros spaßig zu fahren.

 

Karim ist echt flott unterwegs.

 

Immer wieder kommen uns Jeeps oder alte Merzedes Busse entgegen.

2 Tschechische Motorradfahrer treffen wir unterwegs, die sind schon seit vielen Stunden von Teth nach Süden unterwegs, und schauen eher abgekämpft aus.

 

Teth ist technisch die einfachste Route bisher, aber sie zieht sich lange dahin und verlangt trotzdem viel Kraft. Sollte man nicht unterschätzen, obwohl wir hier wirklich Spaß haben.

 

An der Stelle, wo es Wolf 2014 mit plattem Reifen in die Mauer geparkt hat  bleiben wir sehen und zünden eine Kerze an.

Die hat Karim noch vom Tomori mitgenommen.

Und im Lokal, wo wir damals auf Hilfe gewartet haben, pausieren wir und lernen einen Franzosen kennen, der mit 65 Jahren da durch Albanien wandert.

Das verdient Respekt!!

 

Bei der nächsten Rast setzt sich ein gut gekleideter Hirte zu uns ins Gras und erzählt uns was auf Albanisch.

Solche Situationen sind einfach toll, wenn sich Menschen ohne Probleme so einfach kennenlernen und verstehen.

 

Es geht langsam auf Teth zu und wir erreichen das Hotel von Jimmy’s Bruder, die uns sofort die Zimmer vorbereiten.

Um 10 Euro pro Person wirklich schöne Zimmer.

 

Bis die Zimmer fertig sind warten wir auf der Terasse vorm Haus, trinken inzwischen unser obligatorisches Feierabendbier und schauen über das wunderschöne Tal.

 

 Da kommt auch Jimmy mit einer Gruppe Bergsteiger und aus ist es mit der Ruhe, sofort geht die erste Runde Raki auf Ihn, und weitere folgen ganz schnell.

 

Was soll ich sagen, wir waren schnell mal „Streichfähig“, immer noch in Mopedklamotten, noch nix gegessen und die Zimmer noch nicht bezogen.

 

Und das wurde auch bis zum Essen nicht mehr besser.

Kurz gesagt: Der Abend hatte es in sich und da waren ein paar schön geschminkte Mopedfahrer am abfeiern....

 

Es war aber auch der beste Raki auf der Reise, am nächsten Tag kein Kopfweh, morgends alle bald munter und Karim auch wieder fit........

 

 

 

Tag 5

Teth bis Podgorica / Montenegro.

 

Am Morgen waren Wolf und Karim schon auf der Terasse als ich kam.

Wolf lies gerade die Drohne steigen zur Unterhaltung der Anwesenden....

 

Wir verabschiedeten uns auch von dem Holländischen Paar, die mit BMW 800 und 650 bis hier über die Nordroute gekommen waren.

Die Frau ließ sich ihr Motorrad auf den Pass bringen, wo das Asphalt anfängt, weil sie sich nicht mehr zutraute hinauf zu fahren.

 

Nach einem Frühstück beschlossen wir, über den Vermosh nach Kolasin zu fahren.

 

Uns war klar das der Vermosh schon großteils asphaltiert sein würde, aber wir wollten die Veränderung sehen. Sind wir doch auch hier noch 2014 fast alles auf Schotter gefahren.

 

Aber zuerst die Nordroute des Teth hinter uns bringen.

Der Teil ist eigentlich der Einfachere.

 

Es war ein wunderschöner Tag, und alles lief super bis zum Vermosh.

Wir gingen die Route an und waren schon 1,7 km vor der Grenze ( die letzten 14 km auf Schotter ) als uns ein Bauarbeiter stoppte.

 

Mit der Hand deutete er irgendwas mit 3 und zeigte auf die Uhr, wir dachten uns noch 3 Minuten.

Wolf ging nach einiger Zeit mal nachschauen und kam zurück und meinte, das dauert wohl eher 3 Stunden, da war ein Felssturz ( oder eine Sprengung ) und es lagen Tonnenweise Felsen auf der Strasse, einer davon in der Größe des Baggers, der da stand.

Karim fuhr dann auch mal nachsehen und meinte, das dauert wohl eher bis morgen.

 

Also Plan neu, alles wieder zurück, und dann über Podgorica nach Kolasin.

Ist ja nur ein Umweg von 150km und 3 Stunden gewesen.

 

Inzwischen zogen die ersten Wolken auf und n der Grenze sah es gar nicht mehr so gut aus.

Wolf zog sich schon seine Regenjacke an und ich überlegte noch, wegen der paar Tropfen.......

Nun, das Gewitter kann so schnell, das ich beim Anziehen der Regenkleider schon richtig nass wurde.

Wir hatten inzwischen auch keine große Motivation mehr bis nach Kolasin zu fahren und bogen kurzerhand kurz vor Podgorica in ein Hotel ab.

 

Eine weise Entscheidung wie wir später feststellten.

Es ging ein Unwetter ab, das hat sich gewaschen.

Wir hatten nicht mal Bock, auf die andere Strassenseite in ein Restaurant zu laufen.

Im Hotel war am Abend die Übertragung des Fußballspiels Albanien – Mazedonien, das in Skhoder stattfand, 40 km entfernt.

Das Fußballspiel wurde dann wegen des Unwetters abgebrochen.

 

Mittlerweile erreichte uns auch die Nachricht, das am Balkan Unwetterwarnung war, und wir uns eher vom Hocker machen sollten.

Was wir auch vorhatten.

 

Heute war auch der letzte gemeinsame Abend mit Karim, der mußte zurück und hatte ein paar Km mehr als wir zu fahren.

 

Wir ließen die Tage noch mal Revue passieren und befanden, wir hatten unabsichtlich alles richtig gemacht.

 

Trotz der Planänderung.

Das wir nicht die Strecke 3 und 4 fahren wollten die Wolf auf dem Schirm hatte, stellte sich als Glücksfall heraus.

Im Normalfall wären wir heute bei dem Unwetter auf der Teth Runde unterwegs gewesen , und so waren wir einen Tag früher dort.

Damit hatten wir überall schönes Wetter und nur ca 10km Regen an diesem Tag.

 

Es passte einfach so wie es war.

Wolf und ich kannten uns ja schon gut, Karim war zum Ersten Mal dabei, aber sicher nicht zum Letzten Mal, wie wir befanden.
Der passt einfach super ins Team, die Aktionen haben zusammengeschweißt und es passte menschlich und fahrerisch einfach gut.

 

Tag 6:

Podgorica bis Split, und dann weiter nach Hause:

 

Das Unwetter war vorbei, es hingen zwar noch Wolken in der Gegend rum, aber ich war zuversichtlich das es schön wird.

Karim wollte uns noch bis zur Bosnischen Grenze im Landesinneren begleiten.

Kurz nach der Grenze bog er auch ab um Streckezu machen.

 

Dann fuhren Wolf und ich alleine weiter Richtung Küste.

In den Bergen kam schon teilweise Wind auf.

Wir mußten noch ein paar Grenzen überwinden.

An dem Tag war zu machen : Montenegro Bosnien, Bosnien Kroatien, bei Neum wieder Kroatien und nach 5km wieder Kroatien Bosnien.

Ein Hoch auf Europa mit vielen Grenzen !!!

 

Wir wollten einfach nur bis nach Split kommen, damit die Weiterreise am nächsten Tag nicht zu mühsam wird.

 

Das war auch zu schaffen, in einem Ort namens Policja bei Marina fanden wir ein Appartement direkt am Meer und ließen es uns den letzten Abend gut gehen.

 

 

 

Ich hatte einen Termin, wegen dem ich am Donnerstag Vormittag in Wien sein musste, und da waren am Mittwoch für mich noch ca 800 km abzurodeln.

 

In der Früh trennten sich Wolf und ich, weil ich deutlich schneller nach Hause fahren mußte wie er.

Ich bin dann auf die Autobahn, die aber nach Kurzer Zeit Richtung Velebit für Motorräder, Busse und Wohnwagen oder Anhänger gesperrt war.

Grund: der Bora, der wirklich bösartig war.

Auf der Bundesstrasse hat es vor mir einen Wohnwagenanhänger in den Graben geblasen, sah spektakulär aus.

 

Und so ging es bis kurz vor Zagreb auf der Bundesstrasse dahin.......

 

Ich machte an dem Tag nur kurze Tankpausen, und hab die fast 800km auf der Bank hinter mich gebracht.

Sitzen war dann nicht mehr meine erste Wahl zu Hause.

 

Unterwegs hab ich noch alles mitgemacht, Wind, Gewitter und viel Sonne.

 

Und zu Hause wartete schon ein schönes Abendessen und kaltes Bier auf mich.

So freut man sich aufs nach Hause kommen .

 

Eine Woche mit ca 2600km und viel Offroadspaß war hinter uns.

Aber gerne mal wieder ....

 

 

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© Klaus Hübner