Klaus Reisepage
Klaus Reisepage

Einige Allgemeine Gedanken die ich nach meiner letzten Fernreise durch Russland erstellt habe.

 

Ich dachte mir, ich schreib mal einige persönliche Erfahrungen und Eindrücke auf, die ich für mich aus diesen Reisen mitgenommen habe.

Das heißt natürlich nicht, das die jetzt allgemein richtig sind, es sind einfach meine persönlichen Eindrücke:

Ich hab auch kein Geld oder Sponsoring bekommen sondern bin von den Leistungen oder Produkten persönlich beeindruckt und überzeugt.

 

Die Meisten Eindrücke sind natürlich ais meiner Russland / Mongolei Reise entstanden.

 

Vorderreifen:
21" und Speichenfelgen sind in meinen Augen absolut sinnvoll, ich habe viele kaputte Gussfelgen gesehen.

Gewicht Motorrad:
Das ist der springende Punkt, das Gewicht bestimmt den Fahrspaß und auch ob man scheitert.
Meine Transalp ist in meinen Augen die absolute Obergrenze für Gewicht, weniger ist mehr Sicherheit und Fahrspaß.  Zumindest für mich. 
Und ich hatte Fahrspaß, aber ich möchte mir das nicht mit einem schweren Motorad vorstellen müßen.

 

Ich werde vermutlich meine nächste Tour in die Mongolei wieder mit der Transalp machen, aber wenn dann die Road of Bones und die BAM drankommen, dann wird es was Richung KTM690R oder BMW 650 XChallenge.


Gewicht Gepäck:
Runter was geht, ich hab wenig mit, aber immer noch zu Viel, hab gelernt, das nächste Mal wird es weniger.

Alukoffer versus Softbags:
Alukoffer sind versperrbar, haben den Nachteil, das sie größer und schwerer sind.
Mein Unfall mit dem Knöchel wäre ohne Alukoffer nicht passiert, auch Josef hat sich die Wade mal angeschlagen. Andererseits, bei meinem Umfaller in Ulan Ude im Stadtverkehr haben mich die Alukoffer wieder geschützt. 

Ich würde für mich in Zukunft Alukoffer gerne für Urlaubsreisen in Europa nehmen, aber ich bin noch nicht schlüßig, ob ich sie für Fernreisen wieder einsetzen würde....

 

Update 2016:

Ich bin die Tour Seidenstrasse/Mongolei 2015 mit Softbags gefahren.

Und werde dies auf solchen Touren wieder machen.

Ich persönlich halte die Softbags inzwischen für solche Touren für sicherer und auch handlicher und leichter.

Reisen mit meienr Frau werde ich wieder mit den Alukoffern machen, aber meine Fernreisen werden wieder Softbags.

Geld / Kreditkarten:
Karten gehen oft nicht, wir sind mal verzweifelt weil in einer Stadt keine EC oder Kreditkarten gingen, daher immer Bargeld, hier gerne Dollar mithaben, die nimmt immer wer.

Stiefel / Kleidung 
Gute Motocrossstiefel haben mir sicher eine schwere Verletztung am Fuß verhindert, auf Asphaltstrrecken nicht so das Problem, bei solchen Strassen für mich in Zukunft ein Muß

Essen / Kocher usw
Es gibt eigentlich überall Versorgung, es genügt eine Notfallsration mitzuführen und den Rest einzukaufen, Hunger leidet man nie....
Kocher haben wir beide Multifuelkocher, haben die mit Benzin verwendet, das geht hervorragend. Kochen unterwegs macht Spaß und den Kaffee morgens hat man damit auch gesichert....

Luftfilter:
Die sind dauernd zu. Zumindest auf Sand.
Ich habe mir auf anraten eines Profis ganz normale Luftfilter eingebaut, die kann man überall auswaschen oder ausblasen, das ist auch notwendig.
Luftfilter die man in Benzin waschen muß und mit Öl benetzen sind hier sicher fehl am Platz. Bzw mühsamer zum auswaschen und ölen....

Update:

Und doch denke ich darüber nach, das nächste mal mit K&N Luftfiltern unterwegs zu sein.

Macht eventuell doch Sinn.

 

Update 2016:

Ich hatte inzwischen den K&N Luftfilter drinnen und bin 3 Jahre damit gefahren.

Die sind super, aber unterwegs das Reinigen vom Sand ist viel mühsamer, weil man den auswaschen und neu ölen muß.

Von daher werde ich weithin mit den originalen Luftfiltern fahren, die kann man leicht mit Druckluft ausblasen unterwegs. Nur Achtung: Originale verwenden, die diese Dichtungen haben, sonst saugt es den Sand am Filter vorbei !!

 

Sitzbank:
Ich hab mir eine von Jungbluth für meine Größe und mein Gewicht umbauen lassen.

Ich hatte keine Probleme, selbst an langen Fahrtagen und nach 2 Wochen war das ziemlich OK.
Und selbst bei der Rückreise war das sitzen nie das Problem.

Ich hatte echt noch nie so eine gute Sitzbank, und ich hab mir für andere Motorräder schon Sitzbänke mit Geleinlagen bauen lassen, die sind für mich jedoch nicht so gut....

 

Was ich mir noch auf meine Sitzbank gemacht habe und was ich genial fand: ein Schaffell.

Das sorgt für ein gleichbleibendes Klima beim Sitzen, und neben dem Komfort bringt es auch echt viel an heissen Tagen.

Federbeine:
Gehören neben Kupplungen und Felgen wohl zu den häufigsten Ersatzteilen die hier geordert werden ( sind vermutlich sogar auf Nummer 1 )
Der Tip hier der Örtlichen im Oasis ( und nicht nur von dem ) ist immer ein gutes Zubehörfederbein. In meinem Fall ein Wilbers, da auf mein Gewicht und den Einsatz abgestimmt war....

Fahrtechnik:
Eine Erfahrung im Off Road, oder ein gutes Training wie Hechlingen oder Ähnliches sowie eine Portion Kraft oder Ausdauer sollte man mitbringen.
Ich war fast etwas erstaunt, wie viele Leute hier komplett blauäugig in so ein Land fahren und dann auch aufgeben.
Ich bin oft im Oasis ( http://www.intergam-oasis.com/ ) und hab mit dem alten Besitzer gesprochen, der hat mal so erzählt wie kaputt Menschen und Motorräder hier ankommen, und wie viele aufgeben und teilweise so einen psychischen Knacks haben, das sie sich weigern auch nur einen Kilometer mehr in der Mongolei zu fahren.
Denen muß man dann Transporte organisieren, oft bis an die Grenze, weil sie erst wieder in Russland fahren ( obwohl von UB bis Grenze am Baikal Asphalt ist )
Von denen, die scheitern liest man ja nie.

Ich hab mein Training in Österreich gemacht, bei TerraXdream, die haben das auch bei Terminen im Osten Österreichs angeboten.

Sprache:
Ich hab mir vorher in Abendkursen auf der Volkshochschule Russisch reingezogen.
Natürlich kann ich nicht viel, nur einige wenige wichtige Wörter, aber ich kann in Kyrilisch lesen und da findet man viel.
Ohne Grundkenntnisse wäre das echt schwer, der Rest ist mit Händen und Füßen zu schaffen.

Grundkentnisse in der Sprache helfen definitiv.

 

Navigation:

 

Auf jeden Fall eine Karte.

Die gibt mal einen guten Überblick.

Ich hab mich das erste Mal bei meinen Motorradtouren mit Navi beschäftigt.

Bis dato hatte ich nie Eines und es ging mir auch nicht ab, aber so eine Reise?

OK, also Navi muß her.

 

Ich hab mich dann nach vielen Einlesen in Foren für ein Garmin zumo660 entschieden.

Und ich bereue es nicht.

Karten dafür habe ich für Russland Mongolei die OSM Karten verwendet ( sind gratis Karten - OpenStreetMaps )

Großartige Abdeckung, waren sehr genau und eine richtige Hilfe.

In Europa verwende ich auch die original Garmin Karte.

Wobei: Für meine Albanien Planung heuer verwende ich wieder die OSM, die sind da besser.

Und in diversen Foren bekommt man Wegpunkte für die Navis die von anderen Usern gesammelt wurden.

Durch diese Wegpunkte hatte ich eine wirklich gute Basis für Unterwegs.

Von Tankstellen, Sehenswürdigkeiten, Hotels und Geschäften.

 

Fazit:

Ich möchte mein Navi inzwischen nicht mehr missen.

Die Hilfe unterwegs mal auch ein Hotel oder wasauchimmer zu finden ist grandios.

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© Klaus Hübner