Klaus Reisepage
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TEIL 11: TÜRKEI-BULGARIEN-SERBIEN-UNGARN

Ich habe die Grenze hinter mir und mein Tagesplan ist so weit wie möglich zu kommen.

 

Nach den Problemen mit meinem lockerem Hinterrad auf dem Weg von Teheran nach Täbriz habe ich Vibrationen in meinem Hinterradantrieb bemerkt die mich beunruhigen.

Ich habe dann einfach mal vorsichtshalber alle Wegpunkte mit BMW Werkstätten und sonstigen Motorradclubs die auf meinem Rückweg liegen in mein Navi geladen.

 

Jetzt wo ich wieder Alleine fahre geht das entspannter ab.

Ich kann wieder stehenbleiben um Fotos zu machen und auch um mal eine kurze Teepause zu erledigen.

Kurz nach der Grenze mache ich das und wechsle in dem Ort auch gleich in Türkische Lira.

 

Was mir sehr schnell auffällt, in keinem Land davor hatte ich diese Anzahl an Militärposten an der Straße erlebt die dort schwer bewaffnet kontrollieren.

Man muss da mit den Fahrzeugen wirklich durch diese Befestigungsanlagen fahren.

 

Wollte ich ursprünglich eigentlich am Van See vorbei bin ich wegen meiner Vibrationen am Hinterrad dann doch die direkte Strecke über Agri und Erzurum nach Erzincan.

Dort habe ich mir nach fast 800km Tagesetappe vor Einbruch der Dunkelheit ein Hotel gesucht und nach dem Iran wieder mein erstes Bier getrunken.

 

Ich hab mir dann lange überlegt warum ich eigentlich alleine viel weiter fahre ohne das ich Stress habe, in die Dunkelheit fahre ( wenn ich nicht will ) und auch noch viele Fotostops machen kann.

Ich habe eine Vermutung.

Ich stresse mich ja in der Früh nicht, will aber doch zeitig wegfahren, also relaxed frühstücken und dann packen und konsequent losfahren.

Ich mache viele kleine Stops von 1-2 Minuten, wo ich zum Fotografieren kurz absteige.

Damit entlaste ich immer meinen Hintern und bin dann später nie so gerädert das ich eine wirklich lange Pause benötige, weil ich ja immer absteige und mich bewege.

Also auch Mittags einmal eine kurze Essenspause für eine Kleinigkeit und keine lange Pause mit 90 Minuten.

Und ich buche mir im Normalfall nichts vor ( ausser ich weiß wirklich ganz klar wo ich hinwill ) sondern suche mir dann dort was wo ich am Abend einen Ort erreiche. Damit hab ich nicht den Stress einen bestimmten Ort erreichen zu müßen.  Aber ich schaue mir schon vorher im Internet an was es dort so gibt damit ich das am Abend schon weiß wenn ich im Navi was suche.

 

In Erzincan bin ich noch in der Nacht etwas rumgelaufen und dann ab ins Hotel.

Mein Plan für den nächsten Tag war ja bis nach Kappadokkien zu kommen und dort möglichst früh einzutreffen.

Was sich bei einer Strecke von 450km ja gut hinkriegen läßt.

 

Also in der Früh bald weg und ab nach Göreme.

Am Weg dorthin wird das Vibrieren an meinem Hinterrad immer stärker und ich bin schon gespannt wie weit ich komme.

Aber trotzdem immer noch das Ziel Göreme zu erreichen. Und die Fahrt durch das türkische Hochland ist ja hier wirklich reizvoll.

 

Aber wie so oft auf solchen Reisen ändern sich die Pläne oft so das man es selbst wenig beeinflussen kann.

Bei der Umfahrung von Kayseri plötzlich sehr laute Geräusche von hinten und das Motorrad eiert stark.

Stehenbleiben, Rad kontrollieren und ich merke schon wie das wackelt.

Meine erste Vermutung das Radlager.

Ich bin in Gedanken schon am planen wie ich jetzt wenn aufhalte und organisiere das mich ein Pickup mit dem Motorrad zu einer Werkstatt bringt und schaue noch mal in das Navi wo die Nächste ist.

Das Navi sagt mit BMW Werkstatt in 3,9km.

 

Gut, da brauche ich keinen Transport, das schaffe ich, Radlager ist eh schon im Arsch, da kann ich mich auch noch hinschleppen.

Und so komme ich kurz darauf bei BMW an und fahre dort in den Hof hinein, aber leider alles zu. Der Security ist aber total nett und ruft einen Mechaniker an, der mir in gebrochenem Englisch erklärt das heute Nationalfeiertag ist, sie aber am nächsten Morgen in der Früh sofort mit der Reparatur beginnen. Wir machen uns aus das ich in der Früh dann nochmal vorbeikomme.

 

Der Security organisiert mir noch ein Hotel und Taxi dorthin, mitten im Zentrum.

Das war nett und das Hotel auch wirklich günstig mit 10 Euro, aber der Lift war gerade in Reparatur, das Zimmer über eine enge Fluchttreppe im 4. Stock mit allem Gepäck zum raufschleppen und Bier gab es auch keines.

Ich mußte in dem Ort am Abend dann über 2km laufen um ein Restaurant zu finden wo es zum Essen ein Bier gab und ich musste dann nochmal weiterlaufen, das ich noch eines für das Hotel mitnehmen konnte.

Und schnell habe ich bemerkt, das 30 Meter vor meinem Fenster ein Minarett stand wo Abends um ½ 10 und morgens um ½ 5 die Gebete gerufen wurden. Und da saß ich immer hellwach im Bett.

 

Also meine Entscheidung das ich am nächsten Tag in der Früh zu BMW fahre und dann umziehe.

Durch den Verfall der Türkischen Lira hab ich das Hilton in Kayseri um 43 Dollar inklusive Frühstück bekommen ( bei mir zeigt booking.com immer alles in Dollar an auf Reisen )

Da überlege ich nicht zweimal, noch dazu wo ich nicht weiß wie schnell ich weiterfahren kann.

 

Aber zuerst mal zu BMW, die haben schon den Hinterradantrieb zerlegt und es war wie vermutet das Radlager.

Erste Hiobsbotschaft das es in der Türkei nicht lagernd ist und es 15 Tage dauert bis es aus Deutschland kommt.

Also hab ich mal organisiert, es war Freitag und der ÖAMTC ( österreichische Automobilclub ) hat mit dem ADAC ein Hilfsabkommen für Ersatzteile.

Sie würden mir das besorgen und Express wegschicken, dann wäre es Montag da, sie brauchen nur das OK der Werkstatt.

 

Die Jungs bei BMW waren aber wirklich fit und haben mir das Ersatzteil als Nachbau in Kayseri aufgetrieben, kein Original BMW Teil aber immerhin ein Markenlager.

 

Da brauchen wir nicht zu überlegen, bitte machen.

Sie haben versprochen das ich es am nächsten Morgen um 9 Uhr fertig abholen kann. Und das war super, damit muß ich nicht ein paar Tage in Kayseri abhängen.

 

Was ich aber wieder einmal bemerkt habe, dass sowas auch ein Vorteil ist.

Ich bin Kayseri schon einmal umfahren und wäre normal nie in die Stadt hinein.

Dabei ist die wirklich schön, hat alte Plätze, Burgen und sehr schöne und alte Moscheen und auch eine interessante Innenstadt mit einem riesigen Bazar. So bin ich noch rumgelaufen, und habe mir am Abend noch ein schönes Steak am Dachrestaurant des Hotels reingezogen und mir die Stadt von oben angesehen.

 

In der Früh dann nochmal ordentlich frühstücken, packen und mit dem Taxi zu BMW und das Motorrad in Empfang nehmen.

Alles war fertig wie besprochen, die Jungs dort wirklich nett und die Reparatur hat knapp um die 200 Euro gekostet.

Und sie hatten eine echte Freude einem Reisenden zu helfen und ich kann weiterfahren.

 

Jetzt aber ab, ich wollte schauen das ich erstmal nach Göreme komme und dort ein paar Fotos mit der BMW zwischen den Steingebilden mache.

Wenn ich schon dort nicht übernachte, so wollte ich zumindest das.

 

Und das hab ich auch so gemacht, inmitten des Parks herumgefahren und Fotos gemacht, und danach weiter.

Ich wollte eigentlich bis ans Marmarameer kommen und im Idealfall am Meer übernachten.

 

Nach Aksaray kommt man am Tuz Gölü vorbei , einem riesigem Salzsee der leicht rosa schimmert.

Und nach dem Tuz Gölü bin ich dann eine Abkürzung durch das Hinterland, damit ich nicht die Strasse nach Ankara nehmen muß.

Das hat sich auch ausgezahlt, weil es da durch kleine Dörfer und kleine Städte über die Berge ging wo es wirklich reizvoll und auch ruhiger vom Verkehr war.

 

Bei Sivirihisar ging es dann wieder auf die Hauptstrecke Richtung Eskisehir und weiter nach Bursa.

Dort war es zwar nur mehr 15 km bis zum Meer aber es war inzwischen dunkel und ich habe nach 760km dann keine Lust mehr gehabt mir im Dunkeln eine Unterkunft am Meer zu suchen, denn dort waren es kleine Dörfer am Meer.

So bin ich in die Stadt hinein und hab mir ein Quartier gesucht.

 

Ab jetzt waren es nur mehr 2 – 3 Tage bis nach Hause.

Am nächsten Tag auch wieder weiter Richtung Marmarameer und bei Gelibolu die Fähre über das Meer nehmen.

Von dort Richtung Erdirne und nach Bulgarien.

Heute wollte ich einmal Kilometer machen und schauen das ich bis Sofia komme, das wären ca 750 Kilometer.

An der Grenze erst einmal ein Riesen Stau für die LKW, die Wartschlange war gut 20 km lang.

Mit dem Motorrad ging es super vorbei, auch an den Autos die dann kurz vor der Grenze standen.

Übergang war relativ schnell und ich war wieder in der EU.

 

Da war ich erleichtert, denn es würde im Notfall alles einfacher gehen

Ich war ja immer noch mit angeschlagenem Motorrad unterwegs.

Der Stoßdämpfer der ja nur provisorisch repariert war hielt immer noch, aber keiner wusste wie lange. Und das Radlager fuhr nun brav ohne weitere Vibrationen zu erzeugen.

 

In Bulgarien selbst war ich nur auf der Autobahn unterwegs, eine kleine Pause und am Abend war ich vor Einbruch der Dunkelheit in Sofia und hab mir ein Hotel gesucht. Im EU Raum ist ja Internet bei meinem Handy dabei und alles ist einfach.

 

Der Security vom Hotel hat mir ein Restaurant gezeigt wo ich gut und günstig essen kann.

Das stimmte auch, nur hab ich in der Speisekarte auf Bulgarisch nicht gelesen das der Grillteller für 2 Personen war. Aber auch diese Aufgabe wurde bewältigt und als Nachspeise gab es vom staunenden Kellner einen Zwetschgenschnaps auf Haus, für die Verdauung.

 

Aber jetzt war ich auf Durchzug und wollte eigentlich langsam heim je näher ich Österreich komme.

Zuvor aber wieder raus aus der EU und Serbien durchqueren, was an der Grenze bei Dimitrovgrad dort zu einem guten Teil aus Bundesstraße bestand. Dafür war die Gegend dort echt schön mit den Schluchten.

Wie schon am Vortag nach Sofia war auch hier das Wetter immer wieder von Regenfeldern bestimmt und die Zeit der Hitze und der Sonne war vorbei.

Aber nach der heißen Zeit war dies einmal eine willkommene Abwechslung.

 

Belgrad und Novi Sad waren schnell erreicht und die Grenze zu Ungarn am Nachmittag nach über 630km in Reichweite.

Ich hab mir dann überlegt ob ich durchfahren soll und die restlichen 450km bis nach Wien durchfahren, dann würde ich irgendwann nach Mitternacht dort ankommen.

Aber warum soll ich mir das antun, wenn ich in Szeged übernachte fahre ich am nächsten Tag relaxed heim und bin kurz nach Mittag zu Hause, und das stressfrei.

 

Die Grenze in Ungarn war wieder ein Nadelöhr für den Verkehr.

Ewig lange Staus wo ich mit dem Motorrad kaum durchkam. Ich musste mich über Grünstreifen, Gehwege und LKW Zonen vorwärts kämpfen bis ich dann auf einmal bei einem Polizisten stand, der den ganzen Verkehr blockweise abfertigte.

Ich konnte an Ihm aber vorbei und war mit einer Stunde schnell über der Grenze.

 

Also ab nach Szeged und ein Hotel gesucht. Und dann noch in die Fußgängerzone und den letzten Abend auf meiner Reise ausklingen lassen.

 

Und dann in der Früh Wecker stellen, um 7 Uhr frühstücken, ab auf das Motorrad und auf die Autobahn.

Ganz stumpf durch ohne Pausen, die Grenze zu Österreich überquert und in Wien wieder zuerst meine Frau besucht bevor ich nach Hause bin.

Dort haben schon Enkel und Schwiegertochter gewartet bevor dann noch Freunde kamen und wir mit einem Grill meine Rückkehr gefeiert haben.

 

Und damit war meine Reise nach 10 ½ Wochen wieder zu Ende und ich bin wieder einmal gesund und unversehrt nach Hause gekommen.

 

FAZIT:

 

Die Reise war nicht so wie ich mir das erwartet habe.

 

Gerade was die Unstimmigkeiten anbelangt bin ich mir klar das sowas nie von einer Seite alleine ausgeht.

Aber es wurden im Vorfeld genau solche Sachen besprochen das es nicht passiert.

Es wurde klar geregelt das wir bei Problemen das aussprechen, denn so eine Reise ist eine Psychische und Physische Belastung für Alle.

Man fährt täglich viele Kilometer und das tagelang immer mit etwas Druck weil man begrenzte Zeit hat und über Wochen bis man zu Hause ist. Mir war klar das immer einmal der Punkt kommt wo es mal Stress gibt und das muss man eben klären. Hat die Reisen davor mit Josef und auch mit Roland immer funktioniert. Jeder Mensch ist anders, und das sollte klar sein.

 

Es wurde wie gesagt auch besprochen das man eben Probleme klärt.

Ebenso wurde besprochen das man eben keine Luxushotels bucht sondern normale saubere Unterkünfte vor Ort, die man bekommt. Und das mit dem Wissen das es manchmal nicht möglich ist unseren Standard zu bekommen und nehmen muss was man bekommt und das kann auch mal durchaus unterirdisch sein.

 

 Auch wurde besprochen das wir zusammen bleiben und wenn es nicht passt das wir das besprechen wenn man sich trennt.

Wie auch einige Andere Dinge, wo jeder klar gesagt hat was ihm wichtig war.

 

Karim war wichtig das wir die Route nicht mehr unterwegs ändern, wenn wir die mal haben.

Ralf wollte einfach pünktlich fahren, wenn wir uns eine Zeit ausmachen und ich wollte Zeit haben um zu fotografieren.

 

Ich hatte dann nach den Nachtfahrten in Kasachstan und in Kirgistan den Eindruck, das diese mir etwas angekreidet wurde, speziell von Roxy. Kann natürlich sein das ich mir das nur eingebildet habe, aber ich hab eine etwas eigenartige Stimmung bemerkt.


Dabei war es die Idee von Karim im Vorfeld die Strecke in Kasachstan von der Grenze in 2 Tagen zu erledigen. Und ich habe immer gesagt ist machbar, werden aber lange Tage.

Und so war es auch, es gibt ein Video von mir vom Vorjahr wo man sieht das wir bis 23 Uhr gefahren sind. Also etwas denken und Eigenrecherche kann ich schon erwarten.

Und in Bishkek: Wenn wir uns um 7 Uhr zu Frühstück verabreden weil wir bald fahren wollen, aber erst gegen 9 Uhr wegkommen weil man etwas den Regen abwarten will, dann ist eine längere Fahrt hausgemacht.

Da muss ich nicht immer was sagen, auch hier kann ich denken erwarten.

Also wenn gerade diejenigen, die immer pünktlich fahren wollen sich dann Zeit lassen, dann hab ich sicher keinen Stress.

 

Dann war die Situation in Khalaikum, wo man mir ja erklärt hat ich sein kein Reiseführer ( als was ich mich nie gesehen habe, ich hab nur die Ecke gekannt, war schon mehrmals da und dachte man schätzt meine Erfahrung ) Um ehrlich zu sein, nach der Ansage war ich extrem gefrustet und hab mich voll zurückgenommen.

 

Ich habe mehrmals versucht das mit der Gruppe anzureden und die Situation zu klären, aber da wurde immer ausgewichen. Und ich war mir sicher da schon Spannungen bemerkt zu haben.

Klar, ich war auch sauer wenn man mir beibringt das ich eigentlich nichts zu sagen habe und nur als Fünfter dazugekommen bin und eigentlich nichts zur Planung beigetragen habe.

 

Deswegen gab es das Treffen davor ob es passt und da hat Keiner was gesagt, oder keiner die Eier in der Hose gehabt das vorher zu klären.

Ich wäre definitiv nie mit auf die Tour gefahren, wenn ich das vorher so gesagt bekommen hätte.

 

Das ich mich um die Pannen kümmere, dafür war ich gut genug, das dann der Rest eben weiterfahren konnte.

 

Aber plötzlich wussten Einige in der Truppe alles besser wie das so ist in den Ländern, auch wenn ich wusste das stimmt, nicht, war ja wie gesagt schon 2 – 3 x da, je nach Ecke 

 

Dann die Aktionen zB mit dem anschreien ich dränge mich vor ( von dem der sich vorgedrängt hat ) oder die Aktion das ich extra sage ich weiß wo das Hotel ist und es sollen alle die Originalroute nehmen, keiner macht das oder schaut darauf aber ich werde angepflaumt wenn ich dann frage warum alle kreuz und quer rumfahren während ich vor dem Hotel stehe.

 

Oder die Aktion wo ich sage es reicht nicht mit dem Benzin, alle wissen es besser, dann reicht es nicht und mir wird beinhart mein bezahlter Benzin weggenommen damit die Anderen genug haben.

 

Sowas muß man einfach nicht mehr diskutieren und da braucht auch keiner einen Vorwurf an mich machen wenn was unrund läuft, denn wenn man nicht bereit ist sich darüber zu unterhalten und nur abblockt wenn ich das klären will, aber anscheinend einen Buhmann gefunden hat denn man plötzlich verantwortlich macht weil man nicht zugehört hat wenn ich vorher genau diese Sachen angesprochen habe, die am nächsten Tag wichtig sind.

Ich hab so viele Dinge erklärt aber das wussten ja Manche besser.

 

Karim war der Erste, der die Route ändern wollte und abkürzen nach all den schlechten Straßen zu Zweit.

Und ich hatte damit gar kein Problem, ich hab das auch schon ein paar Tage vorher kommen sehen. Zu dicht gedrängt war das Programm was man auf der Reise abspulen wollte. Habe ich auch im Vorfeld erwähnt das das ganz schön motiviert geplant ist. Und mir war klar das die Truppe dann auch zusammenbleibt, wenn sowas passiert. Nie wäre ich auf die Idee gekommen da ohne Rest weiterzufahren. Wir sind ein Team und da bleibt man zusammen.

 

Aber als ich dann ein Problem hatte und nicht so schnell weiterfahren wollte war das anders.

Da waren Ralf, Roxy und Karim auf einmal Egoisten die ihr Rasetempo durchziehen wollten und nicht bereit waren im Team zusammenzubleiben wenn ein Anderer als Sie selbst ein Problem hat.

Plötzlich war das ganz egal und sie sind davongefahren.

Und Roxy meint auch mich noch anschreien zu müssen für etwas das eigentlich sie verhaut haben, nicht ich. Nicht schauen was die Anderen machen und stumpf davonziehen ist gefährlich, nicht das man auf dem Parkplatz sein Rad festzieht nachdem man extra am Rest vorbeigefahren ist damit sie das merken.

Aber wie schon in der Vergangenheit, wenn ich was gesagt oder gemacht habe wurde das ignoriert. ( und mir später vorgeworfen wenn man nicht zugehört oder hingeschaut hat )

 

Also für mich war klar, das man nach der Aktion, wo man einen aus dem Team ohne ein Wort einfach zurücklässt bei mir jegliche Achtung verloren hat und auch jegliche Bereitschaft mit diesen Menschen noch mal zu reden oder die als Freunde zu sehen.

 

Wer einen anderen der Probleme mit dem Motorrad hat aus purem Egoismus so einfach zurückläßt der ist für mich einfach nur ein großes Arschloch.

 

Ich bereue es das ich mich um die Pannen von Karims Motorrad angenommen habe und nicht dort einfach davongefahren bin und ihn selber schauen ließ wie er das löst.

Ich denke nicht das er das in einer vernünftigen Zeit hinbekommen hätte um seine Reise so fortzusetzen das er rechtzeitig zu Hause ankommt. Aber es ist nicht meine Art andere im Stich zu lassen.

 

Und das Beste:

Nach 2 ½ Monaten kam dann ein mail wo man ich rechtfertigen wollte man wäre ja nur weitergefahren wie ich so „dahingezuckelt“ bin.

Man hätte am Abend ja eh auf mich in der Unterkunft gewartet.

 

Das war für mich das I Tüpfelchen an Frechheit.

Ich bin 100 – 110 gefahren und das war den Herrschaften zu langsam.

 

Aber es war auch eine Erfahrung, eines weiß ich, das passiert mir nie wieder.

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© Klaus Hübner