Klaus Reisepage
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RUSSLAND - PAMIR 2018

Hier kann man meine Reise verfolgen , möglich mit dem S.P.O.T. Tracker

 

WO BIN ICH ?

Auf dieser Seite wird es ab nun immer Infos zu der Reise 2018 geben. 

 

Ich war mir lange nicht klar was ich 2018 mache, aber nun ist es entschieden.

 

Ich fahre alleine Richtung Mongolei, treffe dort meine Frau und in weiterer Folge Freunde, mit denen ich dann über den Pamir zurück fahre.

 

Ich will es diesmal einmal anders angehen:

 

Hinfahrt:

Nachdem in der Vergangenheit die Fahrt durch Russland immer auf der Heimreise war, und damit eher "schnell" will ich mir bei der Hinfahrt in Russland schon mal deutlich mehr Zeit nehmen.

 

Ich werde über Rumänien in die Ukraine einreisen, dort das alte Museum für Atomraketen Perwomaisk 300km Südlich von Kiew besuchen ( das war eine alte Russische Atomraketenstellung mit Silos ) 

 

Dann weiter nach Moskau und mir auch mal diese Stadt ansehen weil ich immer dachte " da kann ich auch so mal schnell hin " 

 

Weiter über Nishni Novgorod und Kasan ( 2 sehr schöne Städte ) über kleine Strassen nach Perm, dort das alte Gulag "Perm 36" ebenfalls ein Museum über die Gulags unter Stalin und später besichtigen und dann auch neue Strecken fahren, die ich so noch nicht gefahren bin.

 

Nebenstrecken über Irbit mit dem Ural Werk und weiter ...

Und auch über Tjumen und auch Tomsk.

 

Auch möchte ich mir Städte genauer ansehen, die ich so noch nicht genau gesehen habe.

 

Rückfahrt:

In der Mongolei dann mit Freunden die Rückreise in den Westen angehen, welche Strecke genau durch die Mongolei werden wir gemeinsam erarbeiten.

 

Weiter über Russland / Barnaul nach Kasachstan, dort vermutlich den Charyn Canyon und weiter nach Kirgistan und dann in den Pamir.

Dort werde ich die offene Rechnung mit dem Pamir hoffentlich einlösen.

 

Dann über Usbakistan und diesmal hoffentlich wirklich über Turkmenistan.

Wir werden versuchen mit einem Touristenvisum und einer Tour ( das macht Sinn, denn da kommen wir an Ecken die wir sonst nicht mit Transitvisa besuchen können )-

Die Tour selbst ist sehr günstig und damit OK.

Unbedingt ein Muss der Krater von Derweze " Hells Gate"

 

Danach Iran und ein paar Nationalparks und retour dann schnell über die Türkei bis nach Hause.

 

 

19.7.2018

 

Nachtrag:

Ulan Ude bis Ulaanbaatar

 

In der Nacht kurz vor Mitternacht hat Viktor dann doch noch die Reifen ins Hotel gebracht.

Ich hab aber beschlossen diese mitzunehmen und aus Zeitgründen erst in der Mongolei zu montieren.

 

Die Fahrt war dann unspektakulär, ich bin gegen Mittag an die Grenze gekommen, in der Mittagszeit natürlich nur ein Posten besetzt und so hat der Grenzübertritt doch über 2 Stunden gedauert.

 

Aber egal, dann weiter und immer in kurze Regenschauer gekommen. Aber immer erst am Ende des Gewitters. teilweise waren die Strassen mit kleinen Muren verlegt, aber alles fahrbar. 

Dann trotz nasser Strasse wieder schönes Wetter und eine gute Ankunft in Ulaanbaatar.

Dort wartete ja schon Kaltes Bier und Essen auf mich.

 

16.7.2018

 

Nach einer Fahrt mit Gewitter und 2,5 Stunden Grenze bin ich am Abend gut in Ulaanbaatar angekommen.

 

Jetzt wird mal relaxed und die Tage gibt es dann viel mehr Bilder....

15.7.2018

 

Bin in Ulan Ude angekommen, letzter Abend in Russland.

 

Habe mir hier für Russland Reifen bestellt und auch ausgemacht das die gewechselt werden, aber das haut gar nicht hin, es ist 23 Uhr und der Typ sagt immer er kommt gleich.

Hab Ihm jetzt eine Nachricht geschrieben, das mich das nicht interessiert und ich schlafen gehe.

 

Um die Uhrzeit fahre ich sicher nicht mehr Reifen wechseln.

 

Aber Ich wäre nicht Ich, wenn ich nicht einen Plan B hätte.

In Ulaanbaatar liegen Reifen für mich bereit, und die werde ich dort aufziehen lassen, und der Russe in Moskau bekommt eine schöne Beschwerde.

 

Morgen früh los und dann ab in die Mongolei.

Bei dem Unfallort vom letzten Jahr werde ich eine Gedenkminute abhalten...

 

Und dann am Abend hoffentlich wieder meine Frau treffen

 

 

14.7.2018

 

Bis Irkutsk und weiter zur Schamaneninsel Olchon am Baikalsee.

 

Nach Igor ging es mal gemütlich los.

Ich wollte eigentlich früher in Irkutsk ankommen, aber viel Regen und vor Allem lange Baustellen machten mir einen Strich durch die Rechnung.

 

Aber egal, war trotzdem ein schöner Weg, auch wenn es dann echt kühl wurde.

Hab mir sogar dann noch eine Lage unter der Jacke angezogen.

 

In Irkutsk dann noch gemütlich in der Stadt rumgelaufen, gut gegessen und beschlossen, das ich am nächsten Tag mal öffentlich auf die Insel Olchon fahre.

 

Nach 9.000km hatte ich mal Lust was Anderes zu machen.

Also im Hotel abgeklärt das ich Motorrad und meine Sachen da lassen kann, kleinen Rucksack gepackt und mit dem Taxi zum "Avtovoksal" also den Busbahnhof. dort nach einem Ticket gefragt und 15 Minuten später waren wir unterwegs zur Insel Olchon.

 

Sind doch gute 300km inklusive einer Fährübersetzung auf die Insel.

Um 16.30 im Zentrum von Chushir angekommen und erst mal "Nikita" gesucht.

Jeder hat mir den Tip gegeben, da einzuchecken.

 

Nikita war wohl der Erste und macht das mit viel Liebe, und es stimmt. Seine Hotelanlage ist wie ein großes Ethnodorf und landestypisch gebaut.

Und voller Kunst.

 

Also sofort ab zum Schamanenfelsen, wegen dem die Ecke auch so berühmt ist.

Ist er doch eines der größten heiligtümer der Buriatischen und Mongolischen Schamanen und deren Anhänger.

 

Der Tourismus hat aber auch hier Einzug gehalten. Ganze Schwärme an Chinesischen Gruppen haben leider keinen Respekt und klettern überrall rauf und schreiben ihre namen auf die Felsen, auch wenn überall gebeten wird das nicht zu tun.

Dazu wird dann mit lauter Musik Party am Felsen gemacht.

 

Allerdings habe ich auch viele Hongkong Chinesen getroffen, die waren meist Alleinreisende und viel cooler drauf.

 

Für mich war es ein schöner Abend und Morgen auf Olchon, hätte da schon früher herkommen sollen.

Werde ich wieder machen, dann aber mit nochmal mehr Zeit um sich die Insel besser anzusehen.

 

Heute Früh wieder im Hotel nach einem Bus gefragt und retour nach Irkutsk.

 

Morgen geht es weiter nach Ulan Ude, ist ein kleiner Tagesausflug mit 430km, und Mintag vermutlich nach Ulaanbaatar wenn alles mit meinen Reifen in Ulan Ude klappt.

 

 

12.7.2018

 

Bei Igor in Tayshet.

Ein Muss wenn man hier vorbeikommt.

Man kann bei Igor zu Hause schlafen, Günstig für das Gesamtpaket mit Schlafen, Essen, Bier und Banja.

 

Ich hab mich echt schon drauf gefreut, mit Igor kann man gut Deutsch plaudern. Später kamen noch ein Englisches Paar und wir hatten echt Spaß.

 

Nach der Banja wieder wie ein neuer Mensch.

Ich kann nur empfehlen, wer da lang kommt, einkehren!!

 

 

10.7.2018

 

Gestern war mein Plan von Novosibirsk über eine Nebenstrecke nach Tomsk zu fahren und bis Mariinsk zu kommen und dort ein Hotel zu suchen, nicht ganz 500km.

 

Die Strecke nach Tomsk ist echt schön, und Tomsk eine alte Russische Universitätsstadt. Und sie war früher Mal die Hauptstadt eines riesigen Sibirischen Verwaltungsbezirkes.

 

Sie hatte dann nur Ende des 19. jahrhunderts das Pech, das man wegen der einfacheren Querung über den Ob die transibirische Eisenbahn an einem kleinen unbedeutenden Städtchen 250km weiter südlich plante.

Damit verlor Tomsk an Bedeutung.

 

Diese kleine unbekannte Städtchen heißt übrigens Novosibirsk und ist mit ca 1,5 Mio Einwohnern heute die heimliche Hauptstadt Sibiriens.

 

Aber weiter, von Tomsk nach Mariinsk und da wurde auch eine 30km Schotterpassage eingelegt, die wohl länger schon so ist.

Aber gut zu fahren und am späten Nachmittag in Mariinsk begonnen ein Hotel zu suchen.

 

Im ersten Hotel schaut mich der Typ an und meint alles voll. Mir war klar das stimmt nicht, da war nichts voll, aber weiter, selbes im nächsten Hotel, die wollen entweder keine Ausländer oder keine Motorradfahrer.

Egal, Mariinsk selbst ist nicht wirklich das Highlight wo man übernachten muß, so habe ich beschlossen die knapp 400km bis nach Krasnojarsk durchzufahren und mir so am nächsten Tag einen Austag zu gönnen.

 

So kann ich die BMW dort zum Service geben, Öl wechseln und Ventile einstellen ( Um das Geld das man hier für die Arbeitsstunde nimmt muß man das nicht selbst machen ) und mich selbst auch mal zum Friseur bringen und lange schlafen.

 

Und so war das auch, gegen 23.30 ins Hotel, noch Jause und Bier geholt, und heute rumlungern.

 

Morgen hole ich die BMW ab und fahre weiter zu Igor nach Tayshet um mich in einer Russischen Banja ( Sauna bzw Waschhaus ) mal ordentlich zu erholen.

 

Übrigens, Ab Perm bis hierher ist es fast bis 23 Uhr hell, ab 22.30 wird es langsam dunkler.

Und es ist Morgens auch deutlich früher hell.....

8.7.2018

 

Wunderbares Wetter und ein wirklich schöner Fahrtag.

Die Strecke selbst ist ja eher flach und eintönig, trotzdem mag ich das Eck, weil es so anders ist. 

Man findet Felder mit Buchweizen, aber auch allgemein viel landwirtschaft hier mit riesigen Feldern.

Dann ist es teilweise wieder sumpfig, klar, der Permafrostboden taut im kurzen Sommer .

 

Ich bin gut vorangekommen, und hier auf der Hauptstrecke wieder viele Blitzer.

Aber ich fahre ja nie zu schnell, also meistens nicht, also oft nicht, also, ach egal, man hat mich noch nie erwischt.

 

 

Ein schöner Tag bis Novosibirsk.

Habe dann am Abend auch gleich ein deutsches Paar getroffen, die auch in Omsk waren.

Mit dem Auto unterwegs durch Russland. 

Echt nette Leute und wir sind auch lange gesessen.

 

 

7.7.2018

 

Gestern bis Ishim, heute bis Omsk

 

In Irbit wollte ich noch die Ural Werke besuchen, aber das Museum war wegen Umbau genau da zu.

Egal, ich hatte eh Ärger mit meinem Garmin Navi weil es nicht hochstarten wollte und bin halt dann weitergefahren.

 

Das Eck ist auch richtig schön und die Nebenstrecken haben mir echt gut gefallen.

In ishim ein Hotel gesucht und noch mit dem Taxi in ein Restaurant fahren lassen, so ein richtig gutes mit hochgehaltener Tradition.

Taxi war 3 Euro mit warten, Essen 7 Euro mit Bier.

 

In Ishim dürte gestern ein Norweger einen gröberen Motorradunfall gehabt haben, ich hatte das erst heute gehört.

Schade, hoffe das es ihm nicht zu schlimm geht.

 

Kaum heute wieder auf die Hauptstrecke gekommen ist auch schon die Dichte der Radargeräte und Polizei extrem. Ich hab die immer rechtzeitig bemerkt so das nix passiert ist.

Und die Russen warnen sich ja immer gegenseitig.

 

Omsk heute wieder ein Spaziergang am Irtsch und mein Lieblingssrestaurant im Park. Das dürfte aber jedesmal wenn ich da bin einen neuen Besitzer haben. Zumindest sieht es danach aus.

 

Morgen weiter nach Novosibirsk und dann Tomsk, eine alte Kultur und Universitätsstadt.

 

5.7.2018

 

Von Perm bis Irbit.

 

Wieder mal bemerkt, Russland ist am Schönsten wenn man Nebenstrassen fährt. 

Da sieht man wirklich viel mehr und es ist abwechlungsreicher.

 

Bin in der Vergangenheit immer mit der Heimreise viel zu schnell durchgezogen.

 

 

Heute von Perm erstmal ins 100km Entfernte GULAG Museum Perm 36.

Dafür das es noch ein eher harmloses Gulag war schon erschreckend genug.

Gab auch Ausstellungen über ein Gulag zur Urangewinnung im Osten bei Magadan und den Bau des Kolyma Highways.

 

Dann aber weiter bis Irbit..

Quer über den Ural, der hier bis 500 m hoch wird bei den "Pässen"

 

Und Asien habe ich dabei auch erreicht.

 

In Irbit angekommen ein Hotel gesucht und landestypisch gegessen.

Morgen wird das Ural Museum besucht uind dann weiter nach Ishim.

 

4.7.2018

 

Der Weg ist das Ziel, nicht die Stadt.

 

Heute bis nach Perm im Ural. Aber die Stadt war nur Nebenschauplatz.

 

Ich wollte eine neue Strecke fahren, die ich noch nicht kenne, und das hat sich ausgezahlt.

 

Die M7 weg von Kazan, anfangs etwas öde weil gut ausgebaut.

Als die Strecke dann nach Norden abbiegt wird es wirklich traumhaft.

sehr Kurvenreich, man glaubt es kaum, sogar Schilifte gibt es an 300 M Hügeln.

 

Und zwischendurch ein Gewitter, das es in sich hatte, rundherum sind Blitze eingeschlagen und ein Unwetter, das sogar die Regenklamotten nur bedingt geholfen haben, weil es überall reindrückte.

Und nichts zum unterstellen, also schnell durch und hoffen das es am Horizont heller wird.

War auch so, nach 50km wieder alles gut.

 

Morgen geht es weiter nach Irbit zum Ural Museum.

 

 

3.7.2018

 

 

Heute bis Kazan, war ein kurzer Fahrtag mit 400km.

Ganz relaxed aus Nishni Nowgorod weggefahren und nochmal durch die Stadt.

 

Sowohl Kazan als auch Nishni Novgorod sind sehr schöne und saubere Städte mit einem alten Stadtkern.

 

Anbei die Fotos von gestern und heute.

Am Abend noch in einem Art Restaurant essen, das war richtig cool. Junge Leute die sich Mühe geben was Schönes zu machen, für die Optik und den Magen.

 

 

2.7.2018

 

Ich bin inzwischen in Russland angekommen und schon in Nishni Novgorod.

 

Der Grenzübertritt ging einigermaßen schnell und ich war in Russland.

Hier war auch der starke Regen vorrüber, der mich in der Ukraine 400km begleitet hatte.

 

Am ersten Tag noch bis südlich von Moskau wo ich mir unterwegs ein einfaches Quartier suchte. Dann weiter nach Nishni Novgorod.

An dem Tag fanden auch Fußballspiele statt, die habe ich aber gemieden.


Die Stadt ist so schon sehr beeindruckend.

 

Weitere Bilder folgen.

 

Nächster Halt Kazan.

 

 

 

 

30.6.2018

 

Heute Chernobyl.

Und ich muss sagen, das hat mich auch wieder sehr bewegt.

2 Tage hintereinander extreme Eindrücke und Infos.

 

Erst mal ein paar Zahlen:

 

26.4.1986 explodierte der Reaktor nach einigen Tests.

 

Bei den Aufräumarbeiten waren 100.000 Armeeangehörige beteiligt, die Schutt wegräumten und dabei wegen der hohen Strahlung nur zwischen 45 Sec und max 2 Minuten Zeit hatten bevor sie eine tötliche Strahlung abbekamen.

 

Dann noch 400.000 Liqidatoren die ebenfalls den Reaktor stabilisierten.

 

Und dann noch 100.000 Minenarbeiter, wovon immer 10.000 gleichzeitig arbeiteten.

Diese gruben unter dem Reaktor einen Raum, denn man ging davon aus das das Plasma mit über 3000°C auch den Boden durchschmelzen würde, und man wollte eine Kühlung installieren falls es an der Oberfläche keinen Erfolg bei der Eindämmung gab.

 

Ebenso wurde deswegen alles Menschenmaterial so hemmungslos in den Reaktor geschickt, weil man davon ausging das eine zweite Explosion passieren würde und diese mit 3-5 Megatonnen das Mehrere Hundertfache von nagasaki und Hiroshima erreichen würde an Vernichtung.

 

Die Millionenstädte Minsk und Kiev wären dem Erdboden gleichgemacht worden, zig Millionen Tote wurden befürchtet.

 

Nach 2 Tagen an Arbeit ( es wurden Borsäure und andere Materialien von Hubschraubern in den Reaktor geworfen ) stand die Chance einer neuen Explosion nur mehr (!!) bei 50%

Und eine Woche später nur mehr bei 30%

 

Offiziell gab es 127 Tote, und es wird inoffiziell eine Zahl von ca 4000 angegeben.

Wissenschaftler schätzen aber 20 % Todesopfer bei 600.000 Arbeitern nur das ist nicht wirklich beweisbar, denn bei Tod nach 10 Jahren ist es wissenschaftlich schwer zu beweisen ob es direkt vom Reaktorunfall kam oder andere Gründe hatte.

 

Die Städte Chernobyl ( über 10km vom Reaktor entfernt ) und Pribiat sind heute wieder zugänglich.

In Chernobyl wohnen die 2500 Arbeiter die alle Reaktoren stillegen und sonstige Arbeiten verrichten, Pribiat ist eine Geisterstadt wo sich die Natur alles zurückholt.

 

Radioaktivität ist nur mehr in Pribiat krass und einigen Hotspots.

Auf Kurze Zeit kein Problem, selbst tägliches Arbeiten geht problemlos.

 

Wir waren 150m vom Sarkophag entfernt und da waren die Werte niedriger als in vielen anderen Bereichen.

Gerade da wurde wirklich dekontaminiert.

 

Anbei Bilder, in pribiat direkt neben dem Atomkraftwerk ist es sehr unwirklich, die Leute ließen bei der Evakuierung alles liegen denn man dachte das sie 3 Tage später zurückkommen.

Die Zeit ist in den Schulen, Kindergärten, Wohnungen, Restaurants usw stehengeblieben.

 

Ebenso besichtigt haben wir DAUR, eine Versuchseinrichtung für Horizontüberschreitendes Radar zum Erkennen von Raketenstarts in den 70ern.

 

 

 

 

 

29.6.2018

 

Der Tag war fahrerisch unspektakulär, aber trotzdem sehr intensiv.

 

In der Früh um 7 Abfahrt, wollte ich doch die Kilometer vom Vortag einholen und trotzdem am Abend in Kiev sein.

 

Ich wollte mir ja unbedingt das Museum für Atomraketen, eine Ehemalige Abschussanlage in Pervomaisk ansehen.

 

Dachte ich bei der Hinfahrt das ich mir das schnell ansehe und Fotos mache so war schnell klar, für den Ort benötigt man Zeit.

Es ist schon etwas Bewegendes an einem Ort zu stehen, der unbekannt war aber der ziemlich Geschichte machen könnte und was da abgegangern wäre. 

Orte wie diese hätten die Welt grundlegend verändern können.

 

Eintritt wurde keiner verlangt, man sagte mir auch ich solle mein Motorrad ins Gelände fahren für Fotos, niemand wollte Geld, ich hätte es hier verstanden.

 

Man wollte nur das ich mir das Museum ansehe, wo auch Bilder waren, was Atombomben anrichten können.

 

Ich wurde sehr nachdenklich da und hab doch mehr Zeit verbracht als gedacht.

 

28.6.2018

 

Gestern kein Internet, deshalb heute die Infos.

 

Gemütlich weg und hatte als Tagesplan 780km, wobei mir klar war das schaffe ich nicht, aber man braucht Ziele.

 

Nach 10 km die Grenze zur Ukraine und es ging schon unangenehm los. 

Der Grenzer der die Laufzettel ausgibt will Kohle, sonst bekommt man keinen Laufzettel, und kein Laufzettel ist kein Grenzübertritt.

Der zweite Grenzer findet ein Messer und will 50 Euro.

Ich sag ihm dann soll er das Messer behalten, ich kaufe mir ein Neues, ist billiger.

( und mit dem Messer hatten nicht Mal die Russischen Zöllner ein Problem bisher )

Für 10 Euro darf ich es doch mitnehmen.

 

Kurz nach der Grenze treffe ich Egidijus, einen Spanier und wir fahren ein Stück gemeinsam, bis zur Polizeikontrolle, die sind wieder erfinderisch und nehmen uns erstmal die Papiere ab. Werden dann auch richtig aggressiv und es wird klar, da besser langsam. 

90 Euro wechseln die Besitzer, und die Banditen ( anders kann man die Polizisten in der Ukraine nicht nennen ) lassen uns laufen.

 

Ich hab den Eindruck es wird schlimmer, ich war 4 x hier und jedesmal wird es krasser mit der Abzocke.

Wird Zeit das der Russe denen richtig aufs Maul haut und damit Ruhe ist, in Russland haben ich solche Probleme nie gehabt, im Gegenteil , die waren immer Korrekt.

 

Also fing mein Tag in der Ukraine schon mies an.

 

Ich hatte mir auch eine Abkürzung im Ukrainisch/ Moldawischen Grenzgebiet rausgesucht weil ich nicht den großen Umweg fahren wollte.

Der stellte sich als durchaus kreativ heraus.

 

Richtige Nebenstrassen wo man ewig niemand sieht und dann Feldwege mit Schlamm.

 

Dazwischen treffe ich einen Biker mit Pan European, der mich stoppt weil ich Schrauben bei meinem Schmutzfänger verloren habe und der fast runterfällt. Normal würde ich das einfach wegmachen und zu Hause neu, aber ich muss mitfahren und das richten.

 

Also ab zu Vitali und Juri, die Schrauben sind in 3 Minuten drinnen und dann Kaffee.

 

Die Jungs haben mich gleich wieder für die Korrupten Beamten entschädigt und ich war mit der Ukraine wieder versöhnt.

 

Nach einer Odyssee im Grenzgebiet ( vielleicht war die Abkürzung doch nicht so schlau ) treffe ich in einem kleinen Städtchen ein und suche ein Hotel.

War nicht einfach, die wollten nicht. Ich höre immer wieder "Nemetzki" also Deutscher, und "nein, leider voll" .

Keine Ahnung was die für ein Problem hatten.

Im letzten Hotel hatte ich Glück, vermutlich auch nur weil in der Absteige sonst keine Gäste waren.

 

Um 22h dann noch in ein Restaurant, dann ich hatte seit dem Frühstück nix gegessen.

Kaum sitze ich kommt ein Gewitter und der Strom ist weg.

Also Küche zu, kein Essen, nur Bier.

Auch gut, 2 Bier und ab ins Bett.....

 

An dem Tag hab ich auf den Strassen gerade mal 500km geschafft

27.6.2018

 

Erster Tag unterwegs.

 

Budda sagt ja in Form von meiner Frau als Sprachrohr das man am Dienstag keine weite Reise starten, soll, das bringt Unglück.

 

Also noch mal den Grill angeworfen und Mittwoch los Richtung Osten.

 

Schnell durch Ungarn und weiter nach Rumänien Richtung Ukraine.

762km, davon 400km Regen.

 

Und die Strassen um Baja mare waren sowas von extrem rutschig, das war ein Eiertanz und immer eine Überraschung beim Gas geben.

 

 

17.6.2018

 

In 10 Tagen geht es los.

Letzte Vorbereitungen am Motorrad.

 

Wilbers Federbein, 4xLED Zusatzscheinwerfer, Touratech Koffer und Sitzbank, Navi montieren, Service usw.....

 

Das Carnet ist inzwischen da für den Iran, und es gibt das Visa ( zumindest für 3 von 5 ) für Turkmenistan, wir sind aber zuversichtlich das die restlichen 2 Ihres auch noch bekommen.

 

Dafür hat die Visaagentur www.visaworld.com vollkommen versagt. 

War ich am Anfang echt happy weil die Russland suer schnell und kompetent ( und auch preislich sehr OK ) machten, so hat bei der weiteren Bearbeitung von Usbekistan und Iran eine Mitarbeiterin wirklich versagt.

 

Ich habe einen Pass und alle Unerlagen dorthin gebracht. Ebenso hatte ich eine Referenznummer aus dem Iran ( Bestätigung für das Visa ) und man hätte nur mehr das Visa machen müßen. habe ich schon mal selbst gemacht und wäre kein Problem, nur aus Zeitgründen habe ich das der Agentur gegeben, damit alles auf einmal geht.

Mit einem Papier, wo ich die genauen Ein und Ausreisezeiten aufgeschrieben habe. 

Bei der Abgabe merkte ich schon das die Mitarbeiterin etwas verpeilt war, mir nicht richtig zuhört und alles verwechselt obwohl ich es 3 x erkläre.

Ich habe kurzfristig überlegt ob ich mich doch an jemand Anderen wenden soll, habe es aber dann nicht gemacht.

 

Das war ein Fehler.

Denn sie hat es versemmelt und ein falsches Einreisedatum angegeben.

Und nun doktern die dort seit Wochen rum, um das Visa neu zu machen, neue Referenznummer usw....

Habe heute mal ein böses mail geschrieben, ich hab langsam die nase voll von der Agentur, wenn die es nicht mal schaffen ein Papier zu lesen und richtig zu bearbeiten, wo alles genau draufsteht....

 

Trotzdem wird es irgendwie funktionieren.

 

 

2.6.2018

 

Auf dem Hinweg geht es auch über Chernobyl, dazu habe ich eine Tour gebucht.

 

Ebenso sind in der Zwischenzeit mein Iran Visum da, sowie Usbekistan gerade am fertigwerden.

 

Fehlt nur mehr Turkmenistan, das sollte die nächsten Tage einlaufen.

 

Und das Carnet für den Iran hab ich auch zu Hause. Reifen in Russland bestellt zum Wechsel in Ulan Ude. Also die organisatorischen Hürden sind eigentlich erledigt.

1.5.2018

 

Die Planung schreitet voran.

Immer mehr Visa sind da, Russland, Mongolei, Türkei, Tajikistan.

 

Fehlen noch Iran, der ist beantragt und soll die Tage kommen, dann Usbekistan und Turkmenistan- Und da bin ich diesmal zuversichtlich das es klappt.

 

Bei der Planung der Route hab aich auch etwas angepasst, die sieht man nun oben .

 

Hier werdet Ihr nun immer mit neuen Infos versorgt, beginnend mit den Vorbereitungen.

 

Die neuesten Beiträge sind oben !!

17.4.2018

 

Das erste Visa ist da, wieder einmal Russland.

1 jahr Multi Entry Business.

 

Nun geht es mit den anderen Visa weiter, immer eine genaue Planung, denn man kann nicht zu früh einreichen, aber zu spät auch nicht.

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© Klaus Hübner