Klaus Reisepage
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Teil 3: Bulgarien, Schwarzmeer , Rumänien bis nach Hause

 

 

Von Kavala in Griechenland ging es einmal weg Richtung Bulgarisch / Türkisches Ländereck und dann durch die Berge nach Bulgarien.

Am Weg dorthin hatten wir so schwere Seitenwinde, das ich wirklich langsam fahren mußte und auch der Wind teilweise die Reifen ins seitliche wegrutschen brachte.

 

Die Bulgarischen Grenzer entpuppten sich als echte Kotzbrocken, und ich wurde dort kurz mal wütend.

 

Dafür war der Rest des Landes wunderschön.

Wir wollten einfach Kilometer schrubben und schnell ans Meer fahren.

In der Nähe des Sonnenstrandes fanden wir einen ruhigen Ort mit Campingplatz.

 

Der war auch für Bulgarische Verhältnisse eher Substandard aber dafür perfekt gelegen.

Am Anfang sprach das Gesicht meiner Frau echt Bände, ich hätte es fotografieren sollen.

 

Aber der Platz stellte sich trotzdem als Glücksgriff raus.

Direkt an einem schönen Strand, da mit einem wunderbaren Fischrestaurant.

 

Und am Abend ging die Kette der lustigen Ereignisse mit dem Essen bestellen los.

 

Die Kellnerin sprach kaum Englisch, nur Bulgarisch, meine Frau wieder Russisch.

In der Annahme das Bulgarisch und Russisch sehr ähnlich sind, haben sich die Beiden so unterhalten.

Das führte dann 3 Tage zu etwas Chaos.....

 

Zuerst einmal Suppen bestellen, meine Frau will Fisch, also herumgeredet.

Ich merke als aussenstehender schon, das die aneinander vorbei reden. Und ich bekomme mit, das die Kellnerin immer von 2 Fischen spricht, einen mit 1,1 kg, und einen mit 750 Gramm, welchen meine Frau will. Meine Frau deutet herum und ich denke schon, die hat Beide bestellt....

 

Aber mit meinen Einwänden stehe ich alleine da. Also abwarten.

 

Nach der Suppe kommen die gegrillten Tintenfische, ok, die waren für 2 nicht riesig, also bestelle ich noch mal eine Portion Rippchen.

Funktioniert wunderbar.

 

Dann kommt der Fisch für meine Frau und das ist wohl der mit 1,1 kg.

Meine Frau bekommt große Augen, wer soll das Essen??? Du natürlich, hast ja bestellt.

Ich freu mich schon das ich was mißverstanden habe und nur ein Fisch kommt.

 

Plötzlich steht die Kellnerin mit dem 2. Fisch da.

Große Verunsicherung und viel Hin und her.

Naja, ich schaffe es,  zu bitten das die den Fisch bis morgen einlagern, und wir den dann zu Mittag weiteressen.....

 

Wir haben danach auch so richtig gelacht.

 

Beim Frühstück werden wir schon begrüßt, inzwischen kennt uns die Mann(Frau)schaft, auch die, die gestern gar nicht da waren.

 

Mittags gibt es den Fisch, nochmal nachgegrillt und mit Beilagen versehen, ohne Aufpreis.

Und Abends geht die fröhliche Bestellrunde weiter, meine Frau will kleine gebratene Sardinen, ich weiß, das dies hier Sprotten sind, aber da wird ich ignoriert und die Kellnerin erklärt, heute gibt es einen speziellen frischen Fisch aus dem Meer.

Meine Frau deutet an, „kleiner Fisch“ ( Sie will die Sprotten, ich erkläre, sie will die Sprotten, aber da unterbricht sie mich sofort und meine, keine Sprotten, Sardinen )

Naja, die Kellnerin versteht, keine Sprotten, und einen kleinen von dem Fisch.

 

Haha, kam wie es kommen mußte,  es kam ein kleiner frischer Fisch ( der hatte mal nur so knapp über einem halben Kilo )

Die Kellnerin war nur mehr verunsichert wenn sie zu uns kam, und wir mußten immer lachen, weil wir schon auf die Überraschung warteten, was diesmal wohl kommen würde.

 

Aber am Ende hat es immer gepasst, und wir mußten wirklich viel lachen.

 

Also nach den 2 Lustigen Tagen ging es weiter nach Varna und da ins Landesinnere und über die Donau mit der Fähre nach Rumänien.

Das war dort die kürzeste Strecke.

Lange Autokolonnen waren vor der Fähre, mit dem Motorrad fährt man vor und das wars.

Einreise mit dem Auto sicher über 10 Stunden bei der Kolonne.

Aber das macht keinen Unterschied, an normalen Grenzen warten die dort auch stundenlang.

Wir haben nur vergessen, wie das ist mit Grenzen warten.

 

An dem Tag sind wir noch bis Bucharest und haben ein wirklich schönes Hotel um

38 Euro gefunden, im Zentrum ums Eck der Altstadt.

Und Abends sind wir dann raus und haben schön zu Abend gegessen.

 

Von Bucharest ging es weiter nach Sibiu, und die Transfaragasan war natürlich der kürzeste Weg dorthin.

Wir hatten kurz Regen, als es anfing stoppten wir Mittag bei einem kleinem Restaurant auf eine Suppe als wir fertig waren war auch der Regen vorbei.

Im Restaurant auch eine Gruppe österreichischer Biker mit Harleys, die trafen wir später immer wieder unterwegs.

Und bewundernswert, wenn man sieht wie schnell man eine Harley im Kurvengewirr bewegen kann wenn man es kann.

 

Meine Frau ( Ich auch ) war von der Transfaragasan begeistert.

Eine wunderbare Strecke.

Die wird mich auch wieder sehen.

Der Stausee und dann die Strasse in die Berge und wieder hinunter, das hat was.

 

Nach der Transfaragasan die letzten 20 km vor Sibiu fing meine Transalp zu stottern an.

Ich hatte aber genug Benzin..

Kurz darauf wurde sie immer langsamer und aus....

 

Ich hab ja bei mir einen Tank der Africa Twin verbaut, und da auch die notwendige Benzinpumpe.

Schnell war klar, die hat den Geist aufgegeben.

 

Ich hab nur durch meine Umbauten auf fernreisetauglich eine Unterdruck Pumpe als Reserve montiert und die so vorbereitet, das man in so einem Fall nur die Schläuche umstecken muß.

 

Mit einer leicht nervösen Frau im Rücken hab ich das aber schnell erledigt und mit 15 Minuten Verzögerung ging es weiter nach Sibiu ( Hermannstadt )

Kann ich übrigens empfehlen, eine großartige Stadt.....

Und im Hotel Sonne, das zwar 70er Stil war, aber dafür mit tollem Restaurant, da speisten wir ausgezeichnet, um 14 Euro für 2 Personen mit Suppe, Hauptspeise und Bier ( mehr als Eines )

 

Uns verbleiben nur mehr 2 Reisetage bis nach Hause.

Es geht über Rumänische Bundesstrassen bis Arad und weiter über die Grenze nach Szeged.

Kurz vor Arad kommen wir in ein Gewitter, das uns dann 40 km begleitet.

Das wars dann auch wieder.

In Szeged ein richtig tolles Hotel gefunden . Hotel Soleil, DER Tip.

Im Zentrum und echt günstig für 4 Sterne.

 

Hier lassen wir auch den letzten Abend gemütlich ausklingen, genehmigen uns auch noch einen Caipirinha und gehen den letzten Fahrtag an.

 

Hier hatten wir keine Lust mehr auf Nebenstrassen, beide zog es uns nach Hause und wir haben die 450km stumpf auf der Autobahn abgeklappert und waren dann zufrieden und ohne Probleme wieder zu Hause !!

 

 

Gefahrene KM: Knapp über 5400

4 Wochen unterwegs.

 

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© Klaus Hübner