Klaus Reisepage
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Teil 1 - SLOWENIEN BIS BOSNIEN

 

Teil 1: Slowenien bis Bosnien

 

Freitag Nachmittag ging es los.

Wir wollten noch 270 km bis Ptui in Slowenen fahren, um dann am nächsten Tag stressfrei durch Kroatien zu kommen und in Bosnien bis zu unserem Ziel in Jajce mehr Zeit zu haben.

 

Wir, das sind ein befreundetes Paar, Nara, ebenfalls Mongolin und Reini, ein Österreicher, sowie Meine Frau Gerelee und ich.

 

Die 270km sollten eigentlich schnell gehen, es war durchgehend Autobahn.

In Ptui wollten wir uns eine Unterkunft suchen, das würde wohl nicht schwer sein.

 

Gegen 20 Uhr waren wir auch kurz vor dem Ziel und haben bei einem Gasthaus gefragt.

Gostilna Čelan war der Name, den man sich leider merken sollte.

 

Wir bekamen 2 Zimmer, haben die Motorräder geparkt, die Zimmer bezogen, uns umgezogen und uns zum Essen gesetzt, als wir erfahren haben, das wir ausziehen müssen, denn man hat ein paar Gäste die würden mehr bezahlen.

 

So eine Frechheit haben wir noch nie wo erlebt.

Also waren wir wieder auf der Suche nach einer Unterkunft, und das stellte sich plötzlich als echt schwierig heraus. Denn in dem Ort war ein Literatur und Wein Festival, und Zimmer Mangelware wie wir erfahren mussten.

 

Immerhin haben wir um 22 Uhr dann noch ein 4Bett Zimmer in einem Hotel im Stadtzentrum gefunden, was so gesehen auch billiger war.

 

Und wir fanden noch ein Restaurant mit Essen und Bier, also alles gut.

 

Samstag Früh ging es mal zeitig, aber ohne Stress weiter.

Zuerst einmal frühstücken, tanken und dann los.

Tagesetappe waren 360 km, und die 220km durch Kroatien wollten wir auch auf Autobahnen schnell hinter uns bringen.

 

So müssen wir nicht extra Geld wechseln und benötigen nur ein paar Euro für die Maut.

 

Kurz nach Mittag dann die Grenze zu Bosnien passiert und in Banja Luka erst mal Geld abgehoben und Mittag gegessen.

Wir konnten die ersten schwarzen Wolken sehen in der Richtung wo wir hinfahren. Aber mal sehen ob wir Glück haben oder uns der Regen erwischt.

Und ab Banja Luka fingen dann die schönen Strecken an.

Der Weg nach Jajce führt einen Fluss entlang, dem Vrbas.

Eingebettet zwischen Bergen und teilweise eng wie in einer Schlucht.

Diese Strecke ist auch schön kurvig und bietet genug Sehenswürdigkeiten.

 

Auf der ganzen Strecke fallen immer wieder die Relikte des Jugoslawien Krieges auf.

Sei es in Form von unzähligen Friedhöfen, zerschossenen Häusern oder auch Mahnmalen.

 

Und den ganzen Tag sind wir immer wieder dem Regen entkommen.

Bis kurz vor Jajce, da fing es 5 km vor unserer Unterkunft schön an zu regnen.

Aber sinnlos um stehenzubleiben, wir würden da auch nicht weniger nass werden wenn wir uns die Regensachen anziehen. Also Augen zu und schnell durch.

 

Hat auch funktioniert. Im Hotel angekommen wieder einmal positiv bemerkt, dass man als Motorradfahrer 10% extra bekommt.

Und das Hotel liegt an einem See und ist bekannt für seine reichhaltige Küche.

Und natürlich das Bier und den Slivoviz, ein landestypischer Zwetchgenschnaps

Es ist der erste richtige Abend der Reise, wo wir auch einen Stress mit hotelsuche hatten.

Das war vorreserviert, ich kannte das ja schon.

Und auch die Ankunft war am mittleren Nachmittag und so war genug Zeit für uns.

 

In der Nacht hat der Regen aufgehört und der Morgen war schon trocken.

Ein gutes Frühstück und zuerst einmal zu den Wassermühlen.

 

Dann wollten wir weiter über die Berge Richtung Sarajevo und weiter Richtung Montenegro.

Dort wollten wir sehen wie weit wir kommen und uns vor Ort Zimmer suchen.

 

Von Jajce ging es erst einmal bis Donji Vakuf, von da östlich in die Berge, über Passtrassen und weiter nach Sarajevo. Auch hier wieder um Sarajevo findet man jede Menge an zerschossenen Häusern und Überbleibseln des Jugoslawien Krieges. Das stimmt sehr nachdenklich.

Von da weiter Richtung Foca.

 

Und schon kurz nach Sarajevo kündigt sich ein Gewitter an.

Stehenbleiben, Regenkleider anziehen und weiterfahren.

Kurz darauf finden wir einen landestypischen Lammgrill, und wir finden es ist der perfekte Platz um das Gewitter auszusitzen.

 

Gemeinsam beratschlagen wir auch und sind einer Meinung, das wir noch 40 km bis Foca fahren und uns dort ein Hotel nehmen.

Ich kenne da Eines wo ich schon einmal mit Freunden war.

Also im Gasthaus schnell Internet erfragt und über booking.com Zimmer im Hotel Bavaria gebucht, für 20 Euro das Zimmer.

 

Die Motivation war schlagartig gut, der Regen vorbei und die letzten Kilometer vor uns.

Die Strecke nach Foca ist empfehlenswert. Eine enge Schlucht, auch hier entlang eines Flusses und es gibt viel zu staunen ob dieser Landschaft.

 

Das Hotel Bavaria ist immer einen Abstecher wert.

Betrieben von einer Deutschen, die mit Ihrem Mann, einem Bosnier das Hotel führt.

Sehr gutes Essen, und selbstgemachter Slivovic, auf den man stolz ist und der auch gleich aufgetischt wurde.

So wurde die Zeit bis zum Abendessen überbrückt, und wir feierten noch etwas.....

 

Wir sind zwar nicht bis Montenegro gekommen, aber das ist egal.

Man muß nicht so planen das man keinen Spielraum hat.

Wenn sich die Situation ändert, wie hier das Wetter, dann macht man halt anders weiter.

 

Dafür würden wir den nächsten Tag bis Montenegro kommen, und da schauen wie weit genau.

Bis hierher habe wir auf jeden Fall alles richtig gemacht.

 

 

Die Route bis Bosnien:

Route Bosnien Kurviger

 

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© Klaus Hübner