Klaus Reisepage
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Rückreise GR - Bulgarien - Serbien - Ungarn - Österreich

Wir wollte wieder mal Neues sehen und haben uns deswegen entschlossen, die Rückreise komplett Anders  anzugehen.

 

Von Thessaloniki mal Nordwärts Richtung Bulgarien.

 

In Bulgarien hatten wir den Eindruck, durch das ärmste Land unserer Reise zu fahren.

Es war wunderschön, die Strecken über die Berge waren wirklich traumhaft. Trotzdem kamen wir durch Dörfer, die waren richtig arm.

 

Einmal ein Dorf mit Roma, da waren wir Beide schockiert, das Menschen im 21. Jahrhundert noch so leben müßen. Und das ist nicht als Diskriminierung unsererseits gegen die Roma gemeint, sondern das ein Staat es zuläßt das es noch so sein kann.

 

Aber ansonsten ist Bulgarien super, spottbillig.

Mittag an einem der zahlreichen Fast Food neben der Strasse gehalten, 2 x Cola, ein großes Wasser und 2 Bratwürste ( groß und lecker ) mit Brot und Ayvar um 4 Euro…..

Nachmittags Kaffepause mit Schafkäsepita um 1,50 Euro, und wir wurden Beide satt.

Und der Wirt ließ wegen uns die Gäste an der Tanke aussen warten.

 

In Vidim ein Hotel gefunden, auch hier mit Super Abendessen und Bier dazu haben wir es nicht geschafft die letzten 14 Euro in bulgarischen Geld zu verbrauchen.

Wir haben uns beim Bier bemüht, aber das kostet in diesen Ländern überall nur um einen Euro…..

Auch das Hotel um 30 Euro war sehr sauber und guter Standard.

 

Generell kann man sagen, das man in Bulgarien mit Russisch besser durchkommt als in Englisch. Hier steht alles in Kyrillisch, und ich war froh wieder mal üben zu können.

Mit meiner Frau als Dolmetscherin war das sowieso super, hat den Leuten auch gefallen das wir Russisch konnten.

 

Wir sind auch den ganzen Tag immer hinter dem Regen ehrgefahren. Teilweise waren die Strassen nass. Dafür war es angenehm und nicht zu heiss.

Nur durch Sofia wurden wir 5 Minuten von einem Guss erwischt.

 

Am nächsten Tag wachten wir in der Früh durch ein bekanntes Geräusch auf: Regen.

Ich hab kein Problem, wenn unter Tag Regen kommt, dann zieh ich halt die Regenklamotten an, aber in der Früh ist das immer so deprimierend.

Wir haben aber eine Taktik erfolgreich angewandt: Das aussitzen beim Frühstück.

Als wir dann wegfuhren war es fast vorbei.

Und kurz darauf ganz aus.

 

Serbien:

An der Serbischen Grenze war es wieder mal lustig.

Kleiner Bundesstrassen Grenzübergang. Natürlich nie vorher einen mongolischen Pass gesehen, aber das war bald geklärt. Da auch die Computerleitung nicht ging wurde schnell telefoniert und uns dann eine schöne Reise gewünscht.

Hier war die Welt gleich wieder Anders, viel sauberer, und die Städte auch lebendiger.

Wir sind wieder über Berge Richtung Donau, zum Steinernen Tor.

 

Auch hier wieder vor uns  alles nass, und nach kurzer Zeit wurde klar, dass hier ein ziemliches Unwetter abgegangen sein muß. Die Bäche sind über die Ufer getreten, die Felder waren überschwemmt, und auf der Strasse waren überall kleine Erdrutsche und Schlammlawinen, sowie teilweise Sturzbäche und auch Felsbrockan.

Da gibt es dann ein Video dazu !

 

Aber an der Donau war dann alles ruhig, ausser den Felsbrocken und Schlammüberquerungen an der Strasse.

Gegend wie immer traumhaft.

Wir kamen auch an einer Unmenge an kleinen Holzkohlenmeilern vorbei. Das war richtig interessant, wie man das dort macht.

 

Wir haben uns hier auch Zeit gelassen weil es so schön war.

Und frischer Fisch mit Suppen in einer kleinen Gaststätte entlang der Strasse, auch hier unschlagbarer Preis,  2 Menschen essen um 10 Euro mit Getränken.

Belgrad war auch am Plan, aber nur als Durchreise. Lebhafte Stadt.

Abends im Norden von Serbien ein Thermalhotel gefunden, 4 Sterne um 40 Euro, mit Lecker Domestik Bier und Frühstück.

Am nächsten Morgen kommen wir zu einem kleinen Grenzübergang auf der Landstrasse, wo wir mal erfahren, das der nur für EU Bürger und Serben ist.

Und ein Mongolischer Pass ist kein EU Pass.

Nach Kurzem Hin und Her hat der Serbische Grenzchef freundlicherweise erklärt, wir sollen es bei den Ungarn probieren, wegen Ihm ist es OK, und wenn nicht müßen wir zurückkommen.

 

Ungarn:

OK, also Ab zu den Ungarn. Die sind irgendwie mal gar nicht freundlich, leicht überheblich, auch hier wird es zur Chefsache.

Der ist nett, meint aber, wir müßen umdrehen. Als ich dann sage, wir sind aber verheiratet überlegt er kurz, gibt uns die Pässe und wünscht uns gute Weiterfahrt.

Ansonsten hab ich in Ungarn keine guten Erlebnisse gehabt.

Ich war in Szeged kurz Geld holen in der Bank, komme zum Motorrad zurück, steht da breitbeinig mit verschränktem Arm ein Rechter Paramilitär in schwarzer Jobbik Uniform.

Schaut grimmig und es ist offensichtlich, das Ihn die Anwesenheit einer Asiatin stört.

Dann noch ein 35 km Stau auf der Autobahn ( da wollten wir die letzten km nur mehr heim.)

Wir haben uns zwar durchgeschlängelt und auf der Umleitung alles überholt, trotzdem hat es gedauert.

 

Fazit:

Bulgarien echt schön, Serbien eigentlich am Schönsten und Freundlichsten.

Ungarn sieht mich nicht mehr wenn es nicht sein muß. Wenn ich diesen Ausländerhass in diesem von einer Rechten Regierung geführten Land so mitbekomme, dann merke ich, dass Ausländer nicht willkommen sind.

Dann soll aber die Wirtschaft nicht von meinem Geld profitieren.

Und hier zählt für mich die Ausrede nicht, dass das Volk anders ist, denn der Großteil des Volkes hat diese Rechte Regierung so gewählt.

Für mich in Zukunft ein schwarzer Fleck auf der Landkarte.

Und unfreundlich sind sie auch, ich hatte mehr unfreundliche Begegnungen auch auf den Tankstellen.

 

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© Klaus Hübner