Klaus Reisepage
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TEIL 7 - Kirgistan

TEIL 7 - KIRGISTAN

 

 

Den Grenzübergang von Tajikistan am Nachmittag genommen, ging einigermaßen schnell.

 

Hier wurden wir zur Begrüßung gleich mal von den Zollbeamten abgezockt.

 

Ich wußte, das man eine Angabe für die Strasse zahlen muß, dann wurden uns 7,50 Dollar pro Person abgenommen. Aber mit Beleg.

 

Dann weigerte sich der Zöllner uns das Temporary Import Paper für die Motorräder auf ein Jahr zu geben ( die haben Zollunion mit Russland und Kasachstan und ich hab ein Jahresvisum ) und wollte noch eine Gebühr einheben, zuerst 20 Dollar für Beide, als ich Ihm einen 50 Dollar Schein gab waren es plötzlich 25 Dollar pro Person und wir bekamen nichts zurück, und keinen Beleg.

Etwas sauer verließen wir die Grenze und schauten mal zu, das wir die 300km bis Osh noch vor Sonnenuntergang erreichen.

 

Zuerst ging es mal vorbei an aufgelassenen Ölfeldern, wo die Pumpen vor sich hinrosteten. Das Ganze erinnert eher an eine skurrile Mondlandschaft wo mal wer etwas Zivilisation einbringen wollte.

 

Wir waren schon vorgewarnt vor der Korruption aber die Strassen waren ok und nicht so viel Polizei unterwegs.

In Osh angekommen fuhren wir zuerst zum Hotel Nuru und wollten dort nach Zimmern fragen.

Die Securities vor Ort stürmten sofort auf uns zu und wollten das wir wegfahren, wir dürfen nicht mit den Motorrädern vor dem Hotel stehenbeleiben.

Als ich ihnen deutete, wir wollen Zimmer haben sie nur erklärt, keine Zimmer für uns.

Gottseidank kam eine Rezeptionistin raus die das gesehen hat und so bekamen wir Zimmer.

Wir durften aber von den Securities her unser Gepäck nicht vor der Türe abladen sondern mußten erst auf den Parkplatz fahren und dann alles wieder zurück schleppen.

 

Also von der Freundlichkeit her bekommt dieses Hotel von mir keinen Punkt.

Und das waren dann so die ersten Eindrücke in Kirgistan.

Wir legten dann auch einen Tag Pause ein um uns zu erholen.

 

Am übernächsten Tag dann weiter von Osh nach Bishkek, denn nach den Erlebnissen mit diesen „freundlichen“ Menschen hatten wir auch keinen Bock mehr in dem Land länger zu bleiben als nötig.

Und unterwegs wurden wir an dem Tag nur von der Polizei aufgehalten.

 

Es wurde immer was erfunden um uns abzuzocken.

Einmal wäre ich angeblich ohne Licht gefahren und man wolle 80 Dollar, einmal wären wir wieder zu schnell gewesen und das wären dann 500Dollar...

 

Normalerweise kann man das aussitzen, aber an dem Tag hatten wir 700km durch die Berge vor uns und wir wollten nicht in die Nacht hineinfahren.

 

Und die extrem korrupte Polizei nimmt einem immer die Papiere ab und gibt die erst zurück wenn die Rechnung bar für die Hosentasche beglichen ist.

 

In diesen Fällen habe ich die Korrupten Polizisten auch auf Video und ich habe mir fest vorgenommen, das später mit Video und Datum, Uhrzeit und Ort an die Behörden zu melden, denn die müßen merken, das sich Reisende wehren und nicht ausnehmen lassen.

 

Ich hatte in dem Land schon 2015 schlechte Erfahrungen mit den Menschen gemacht als ich abgezockt wurde, und es bekam eine Zweite Chance, aber diesmal reichte es.

 

Wir sind dann nur mehr hinter Vans oder Bussen als „Schutzschild“ gefahren und man merkte, immer wenn Polizisten Motorräder entdeckten sprangen sie raus um uns aufzuhalten.

Aber dann eben zu spät.

 

In Bishkek hat mich ein Polizist zu spät gesehen und er wollte Roland aufhalten, der fuhr aber einfach weiter.

Und die Einheimischen haben ihm dann dafür den Daumen hoch gegeben.

 

Inzwischen war es Dunkel und wir auf Hotelsuche.

Im ersten Hotel waren wir wohl zu schmutzig und man hatte leider keine Zimmer mehr für uns.

Dafür führte uns ein Kirgise zu einem Guesthouse, das war wieder super und freundlich.

 

Allerdings fanden wir dann in einem Gespräch mit einem Kanadischen Paar raus, das man uns das Doppelte von dem abgenommen hat, was sie zahlten. Auch wieder Abzocke.

 

Und ein Georgisches Restaurant daneben, wo wir endlich diese Speise bekamen, nach der wir in Georgien vergeblich gesucht haben.

Und auch ausreichend gutes Bier J

 

Und am nächsten Tag früh raus, und nichts wie weg aus dem Land, ab nach Kasachstan und Almaty.

 

Mein Fazit nach nun 2 x Kirgistan:

 

Landschaftlich extrem schön, aber ich habe nur Menschen getroffen, die einen abzocken, unfreundlich oder korrupt sind .

So gesehen steht Kirgistan auf meiner Liste ganz unten von den Eindrücken die ich gemacht habe.

 

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© Klaus Hübner